Episode #75: Heiler – Eine Berufung für die ganze Welt

Episode #75: Heiler – Eine Berufung für die ganze Welt

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Intro: Die Evolution lehrt uns, dass nur der optimal Angepasste in der Natur überlebt. Doch wie angepasst müssen und dürfen wir Menschen in unserem Geist sein, damit Menschlichkeit wieder Einzug erhält in Unternehmen und in unser Verhalten? Diskutieren Sie gedanklich mit, wenn die Publizistin und Bewusstseinsrevolutionärin Annette Müller sich im philosophischen Diskurs Gedanken zur Menschlichkeit und zum Sinn des Lebens macht und Antworten auf die dringenden Fragen der Zeit gibt.

Corina Klein: Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute in unserem Gesundheitsfernsehen. Wir gehen heute mal auf Reise und zwar wie Heiler ohne Grenzen, wirklich auf einer ganz besonderen Ebene, Wunder bewirken. Aber diese Wunder können gelernt werden. Und da habe ich heute Annette Müller bei uns, die wirklich schon viele Ärzte und Therapeuten ausgebildet hat, das wirkliche gute Heilwissen und die Werkzeuge in die Welt zu bringen. Und was da so Besonderes erlebt wurde, erfahren Sie heute auch von unserer Ärztin. Bleiben Sie dran. Hallo zusammen, schön, dass ihr beide da seid. Wieder eine schön Runde.

Ruth Kohl-Munthiu: Danke schön.

Corina Klein: Ja, liebe Annette, du bildest Ärzte aus, wie ich schon in der Anmoderation gesagt habe. Aber auch Therapeuten. Und liebe Ruth, du bist ja Kinderärztin, aber auch Therapeutin und ich freue mich sehr, da wir schon einige Sendungen gemeinsam hatten, dass du uns jetzt mitnimmst auf die Reise, weil du ja beide Seiten erlebt hast. Ja, du warst ja auf der einen Seite als Schulmedizinerin in diesen dritten Weltprojekten drin und auf der anderen Seite warst du jetzt drei Wochen in Mexiko mit sechs verschiedenen Heilerinnen, also 6 ausgebildete Heilerin kamen mit und haben dann quasi über 120 Leute behandelt. Und das wäre natürlich für mich sehr spannend, was da der Unterschied war. Ja, was, was hast du da erlebt? Früher?

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, also erstmal, ich bin immer noch sehr beseelt, sehr dankbar für diese Erfahrung. Und ich muss sagen, was sehr besonders war, jetzt auch in unserem Camp mit Heiler ohne Grenzen, ist, dass wir in einem sehr schönen Ambiente untergebracht waren. Diese kleine Gruppe. Es ist alles sehr, sehr familiär und die Erfahrung zu machen, dass wir wirklich Tag für Tag das, was wir gelernt haben, dort einsetzen können und unmittelbar dann auch die Ergebnisse zu sehen und die Freude mit den Menschen zu teilen, dass es ihnen besser geht, das ist schon sehr beglückend und dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Ich habe auch meine Einsätze früher mit Ärzte für die Dritte Welt oder German Doctors, wie sie heute heißen, gerne gemacht. Und ich denke auch, da geht jeder hin, weil er helfen möchte, den Ärmsten der Armen in den Slums. Man geht dort zu Menschen, die keinerlei medizinische Versorgung haben und man ist etwas länger im Einsatz. Also diese Einsätze gehen meist sechs Wochen, wo man dann seinen Jahresurlaub eben mal auch dafür opfert und unentgeltlich. Also es ist ein humanitärer Einsatz, aber dort haben wir eben nur die Möglichkeiten sehr begrenzt, auch anders als in Deutschland mit ganz banalen Dingen Diagnostik und Therapie zu machen. Und natürlich auch dann nur schulmedizinisch. Und ja, es kann für Menschen dort eine Hilfe sein, wenn sie ein Antibiotikum bekommen. Ein Kind, was unterernährt ist und kaum Abwehrkräfte hat, um eine Infektion zu behandeln. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Medikamente ja immer auch Nebenwirkungen haben. Und wir wissen ja, dass Antibiotika die Darmflora kaputt machen. Ich sag mal, diese Nebenwirkungen Nebeneffekte, die nimmt man dann auch mit in Kauf. Oder auch Menschen mit chronischen Krankheiten, die dann halt immer wieder auch kommen, auch nach den sechs Wochen. Wenn dann der nächste Einsatzarzt kommt und teilweise sehr starke Medikamente brauchen wegen ihrer schlimmen Hauterkrankungen, wo man nicht in der Form jetzt Heilung erlebt, sondern man lindert vielleicht kurzfristig, weiß dann auch oft gar nicht, wie es weitergeht mit den Patienten, was aus ihnen wird. Und da muss ich sagen, hat mich jetzt bei unserem Heiler ohne Grenzen Einsatz das schon tief berührt, dass wir ja unmittelbar erleben durften nach einer Heilsitzung, wie es den Menschen besser geht, wie die Füße anders stehen, die vorher in der Fehlstellung waren oder wie die Schmerzen von neun auf zwei runtergegangen sind. Also, es ist einfach ein ganz anderes Erleben. Und, wie soll ich sagen, ich habe noch mehr auch das Gefühl, das ich nicht Schade. Bei den Einsätzen früher, da haben wir auch untereinander oft diskutiert: Was tun wir hier? Ist das sinnvoll, was wir hier tun? Dass wir mit unserer westlichen Medizin hier in ein ganz anderes kulturelles System kommen. Also, es gibt da viele offene Fragen und ich will das überhaupt nicht jetzt diskreditieren oder schlecht machen.

Corina Klein: Aber man darf darüber sprechen.

Ruth Kohl-Munthiu: Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung.
Werbung: Es geht gleich weiter. Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, aber Sie sehen jetzt ganz kurz einen Trailer, einen Spot aus einer ganz besonderen Sendung heraus, das mich emotional sehr berührt hat. Und wenn es Sie genauso berührt und Sie finden, diese Sendung müssen Sie sehen, dann gehen Sie bitte in die Beschreibung rein auf YouTube und klicken Sie dort auf den entsprechenden Link. Viel Spaß!
Wenn wir die Medizin als menschenfreundlich sehen, dann war das Antimedizinische, was in den letzten 3 bis 4 Jahren passiert ist. Ich würde sagen, sie steuert auf den größten Kollaps zu, den wir uns überhaupt vorstellen können. Die Schulmedizin ist verkauft. Im Endeffekt ist sie verkauft und sieht den Menschen als Objekt und als Ware. Eine entmenschlichte Ideologie ist das Schlimmste, was passieren kann der Menschheit. Und das ist gerade im Gange und zwar in einem furchtbaren Sinn.
Ruth Kohl-Munthiu: Aber man kommt eben an Grenzen. Und ich habe auch erlebt, dort mal zum Beispiel zwei Frühgeborene, extrem Untergewicht, die ihre Kinder über die sechs Wochen betreut zu haben, die dann in dieses Feeling Programm kamen und so und am Ende meines Aufenthaltes habe ich dann erfahren, dass eines der beiden Kinder verstorben ist, weil irgendein wildes Tier in diesen, in diesem Slum unterwegs war und das Kind eines Nachts dann da eben gerissen hat. Und dann fragt man sich auch. Hm, da sind dann wieder die Umstände da. Warum leben diese Menschen unter solchen Bedingungen? Daran können wir nichts ändern. Wir kommen hin mit unserer Medizin. Aber es gibt noch sehr viel mehr, was man dort verändern müsste. Also, um auch die Mühe, die wir uns gegeben haben, dass sich die dann lohnt. Dieses Kind hat sein Leben trotzdem verloren. Und das hat mich sehr bekümmert damals. Ja, und mit Heiler ohne Grenzen habe ich jetzt auch erlebt, dass wir eben nicht nur ganz bedürftige Menschen behandeln, sondern wirklich alle, die zu uns kommen. Also auch Menschen, die wohlhabend sind, aber die mit ihrem Geld, das sie haben, sinnvolle Projekte unterstützen. Und da kann ich auch ehrlich sagen, ich hatte da am Anfang ein bisschen meine Not damit. Ich habe so ein bisschen damit gehadert. Ist das jetzt in Ordnung, weil ich es eben nur anders kannte und bin aber auch da dankbar für die Erfahrung.

Corina Klein: Ganz kurz mal genauer nachhaken, wer unterstützt welche Projekte? Weil du jetzt gerade gesagt hast.

Ruth Kohl-Munthiu: Wir haben zum Beispiel eine Frau, die auch zur Behandlung gekommen ist, die große Ländereien besitzt. Also, die ist jetzt sicher nicht arm, finanziell gesehen, und kann sich auch einen Arzt leisten oder eine gesundheitliche Versorgung. Aber sie kommt eben speziell, weil sie Heilung möchte, weil sie auf einer tieferen Ebene Heilung erfahren möchte. Und sie ist eine Frau, die sich dort engagiert, die auch zu Anwälten geht und wirklich dafür kämpft, dass das Land erhalten bleibt. Also, dass es nicht zerstört wird durch Menschen, die dort Kupfer abbauen wollen usw. Die, also sie hat ja auch andere Projekte. Sie baut dort auch irgendwelche Dinge an, sie züchtet Pferde. Und ihre ganze Ausrichtung ist so, dass ich sagen kann ja, das kann ich unterstützen, das dient dem Leben. Warum soll ich denn so jemandem nicht Heilung zukommen lassen? Also, Heilung ist für jeden.

Corina Klein: Das hast du ja gesagt. So nach dem Motto, es darf nur den Armen geholfen werden.

Ruth Kohl-Munthiu: Genau, so war ich ja ein bisschen konditioniert. Und das war für mich jetzt.

Corina Klein: Ah Ja, ein Weitergeben von …

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, genau.

Corina Klein: Ja. Dadurch, dass man sie erhält, erhält man ja viele weitere schöne Projekte auch.

Ruth Kohl-Munthiu: Und, und diese Frau beschäftigt ja auch viele Menschen dort vor Ort. Also, ich wollte damit sagen, das hat auch noch mal meinen Horizont erweitert, im Unterschied zu meiner früheren Einsatzerfahrung. Dass Heilung wirklich für jeden ist und dass auch die Grenzen in meinem Kopf, die Barrieren, die ich habe, sich senken dürfen und da keine Grenzen mehr sein sollten. Jeder, der kommt, darf Heilung erfahren, der sich das wünscht und das möchte. Und das ist wunderbar.

Corina Klein: Sehr schön. Von den Herausforderungen, von den Patienten her, ist es ein Unterschied von damals? Die Menschen, die bei den „Dritte Welt Aktionen“ zu dir kamen und zu denen, die zu den Heilern kommen? Manchmal sehe ich auch krasse Patientenfälle bei Heiler ohne Grenzen, wenn ich mich an die Interviews mit dir erinnere.

Ruth Kohl-Munthiu: Also, vielleicht insofern, dass man natürlich in diesen Drittweltländern schon viel mehr so auch Hauterkrankungen, Infektionskrankheiten und sowas sieht. Erkrankungen der Atemwege, die durch Luftverschmutzung zustande kommen, die einfach den Lebensbedingungen geschuldet sind. Ein Kind, das im Slum lebt, mit seiner Familie im Dreck, das ist ganz anderen Infektionsrisiken auch ausgesetzt als jetzt jemand, der in Mexiko vielleicht in der Mittelstandsfamilie lebt, aber eben einen, einen Tumor hat, der auch Heilung braucht oder irgendein anderes chronisches Leiden und damit kommt. Also, ich sage mal, da geht es wirklich um das Milieu, aus dem die Menschen kommen. Was dann bedingt, dass die Erkrankungen, die wir sehen, etwas unterschiedlich sind. Aber Heilung brauchen alle und diese Heilung ist auch letztlich für alle da. Also, ich könnte mir auch vorstellen, wenn es mal ein Camp gäbe in den Slums, in Kalkutta oder in, in Bangladesch, wo ich gewesen bin oder auf den Philippinen, dass man auch da mit unseren Heiltools sehr viel bewirken kann.

Corina Klein: Annette, kannst du mal erzählen, wie du dich jetzt zum Beispiel auch für Mexiko entschieden hast? Aber ihr wart ja schon auch in vielen Bereichen. Ich kann mich auch irren.

Annette Müller: Wir waren in Indien, Sri Lanka und Mexiko, mit Heiler ohne Grenzen und jetzt in Mexiko. Ich möchte das aufgreifen. Diese Großgrundbesitzerin, die hat uns dann eben auch eingeladen, auf ihr Gelände, auf ihre Ranch und hat eben auch den, ihren Angestellten ermöglicht, Heilsitzungen zu bekommen. Und da siehst du dann auch, wie das seine Kreise zieht. Und da haben wir auch ganz tolle Erlebnisse gehabt, insbesondere der Capo, der Cowboy, der Night Cowboy. Ja, ja, also das könntest du vielleicht mal schildern, was du da miterlebt hast.

Ruth Kohl-Munthiu: Also, das war sehr faszinierend. Ein Cowboy, ein Mensch, der mit Pferden arbeitet, mit starken Beschwerden, also Schmerzen im Schulter- und Kniebereich und vor allem aber auch in seiner Hand. Er hat uns erzählt, dass er irgendwann, vor 30 Jahren oder so, mal vom Pferd gefallen ist und sich die Hand verletzt hatte und diese Hand nicht mehr richtig schließen konnte. Also, er hatte Mühe, auch beim Reiten und beim Arbeiten und hat sich dann auf die Liege gelegt. Und ich habe angefangen und später kam noch eine andere Heilerin dazu. Wir haben dann zu zweit gearbeitet, sie an seiner Hand und ich Insgesamt und es war wunderbar zu sehen. Also, als die Sitzung dann fertig war und wir ihn gefragt haben: „Wie ist es denn jetzt?“ Die Schmerzen waren vorher bei acht, neun, also Schulter- und Knieschmerzen. Die waren deutlich runtergegangen. Ich weiß jetzt nicht mehr ganz genau, ob sie bei zwei oder eins waren, aber insbesondere die Hand konnte er wieder bewegen und die Schmerzen waren weg. Ja, also, der war überglücklich. Und die junge Heilerin, jung in dem Sinn, dass sie erst ein Modul von der Ausbildung hat, war auch überglücklich und ich natürlich mit, dass wir miteinander in relativ kurzer Zeit so helfen konnten und diese Freude und diese Dankbarkeit auch zu erleben. Also, da hatte ich auch so das Gefühl, die Menschen dort, die sind auch noch nicht so, ja vielleicht von ihrem Kopf und ihren Zweifeln davon abgehalten, so was für sich in Anspruch zu nehmen, sondern sie kommen einfach und vertrauen. Und das ist einfach wunderbar gewesen.

Annette Müller: Ja, genau. Da möchte ich dazu sagen, dass es nicht so einfach ist. Sie kommen einfach und vertrauen. Also die, die zu uns in die Stadt gekommen sind, die schon. Aber hier sind wir ja zu ihnen gekommen, dass einige von diesem ganzen, also, sie hat ja, glaube ich, sie beschäftigt, ja, genau, sechs Dörfer in ihrem Gelände. Also, alle aus diesen Dörfern arbeiten bei ihr. Und da kam ein kleiner Teil, kam zu diesen Heilsitzungen, weil, die anderen hatten Angst. Die anderen haben gesagt:“ Oh, das ist irgendwie, das können wir nicht einordnen, das wollen wir nicht.“ Die waren da nicht offen. Und dann hat auch, was sie uns geschildert hat, die Besitzerin, die hat gesagt, also erstmals seit über 40 Jahren hier, sehe ich diese Menschen lächeln.

Corina Klein: Mhm.

Annette Müller: Weil, diese Menschen haben keinen Grund zum Lächeln. Das Leben ist für sie hart. Das Leben ist für sie grausam. Auch wenn sie jetzt von ihr Arbeit bekommen. Es ist trotzdem so, dass sie eben in dysfunktionalen Familien leben. Also, was wir da hören, das ist ganz schrecklich. Also, die Menschen, die wir in der Stadt kennengelernt haben, das war ganz anders. Also, sie hat dann eben gesagt:“ Ich sehe zum ersten Mal meine Leute lächeln.“ Mhm. Du hast eben vorher auch immer ganz ernste Gesichter gesehen. Ganz hart. Bumm, bumm, bumm. Wie sie eben so quasi beim Laufen die Erde getreten haben. Und das ist wirklich sehr, sehr hart. Im ganzen Wesen waren sie das, und dann plötzlich: Lächeln. Wir haben da auch zum Schluss Geschenke bekommen und Blumen und Tees. Und es war wirklich wunderschön.

Corina Klein: Mhm, ja.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, das war mir jetzt nicht bewusst, dass so viele nicht gekommen sind.

Corina Klein: Ja, weil ihr wahrscheinlich mehr mit denen zu tun hattet, die es sich getraut haben.

Ruth Kohl-Munthiu: Also die, die da waren, die, die waren wirklich im Vertrauen. Das hat man gespürt. Das war das, was ich meinte. Ja.

Annette Müller: Junge Menschen, alte Menschen.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, sehr schön, Frauen und Männer.

Annette Müller: Frauen und Männer, ja.

Corina Klein: Sehr schön. Ich hatte vorhin so auch gefragt: Wie oft kommen die denn eigentlich zur Behandlung, wenn ihr da seid?

Ruth Kohl-Munthiu: Einmal in der Regel, einmal.

Corina Klein: Das finde ich auch so faszinierend. Ich glaube, das war bei Dritte Welt Heilungsthematik.

Ruth Kohl-Munthiu: Da ist es schon anders. Wobei manche sieht man auch nur einmal, wenn die halt erst in sechs Wochen oder so wieder ihre Medikamente abholen oder so, dann sieht man sie eben nicht mehr. Doch manche sind da dann schon auch wiedergekommen, gerade bei den Kindern mit Infektionen oder mit Bronchitis. Da muss man ja engmaschig abhören und so. Die kommen dann schon alle paar Tage und man hat dann sieht sie im Verlauf auch. Ja, aber hier, sie könnten öfter kommen, wenn es, wenn es jetzt mehr Möglichkeiten zeitlich und so gäbe. Aber zugleich ist natürlich schön, wenn man so einen Behandlungsplatz dann auch wieder jemand anderem anbieten kann.

Corina Klein: Oder halt nicht mehr braucht.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja oder nicht mehr braucht.

Corina Klein: Ich muss immer noch an den denken, der seinen Rollator vergessen hat nach der Behandlung.

Annette Müller: Ja, genau, das war in Indien.

Corina Klein: Das war echt so eine süße Geschichte.

Annette Müller: Ja, Süß, ja.

Corina Klein: Also, du bringst ja auch immer wieder Videos mit, wo man dann sieht, wenn die Leute so eine eigene Spontanheilung erleben, wie glücklich die dann sind. Und gerade auch so, so ein Mann, der war im Rollstuhl. Wie der dann auf einmal herumgetanzt ist, wo drum herum alle so Angst hatten, dass der jetzt umfliegt. Und der so sagt: „Ja, ich kann laufen!“ Das ist schon immer wunderschön zu sehen. Ja. Wie ist dein weiterer Plan? Also, was möchtest du, wo geht dein Herz jetzt noch weiterhin? Du hast ja noch eine Praxis als Kinderärztin.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja. Also, wenn ich ganz groß träumen dürfte, ich hätte sehr gerne Unterstützung in der Praxis. Oder dass jemand kommt. Man könnte da, die hat Potenzial, man könnte da ein richtiges Heilzentrum machen, wo eben nicht nur die Kinder, sondern auch Erwachsene dann Hilfe und Unterstützung finden.

Corina Klein: Wo ist sie denn?

Ruth Kohl-Munthiu: In Bad Vilbel.
Corina Klein: Bei Frankfurt.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, oder ein toller Heiler, Therapeut oder offener Arzt. Oder ein Investor, eine Investorin, die genau so was unterstützen? Ja, das wäre großartig. Denn ich brauche mehr Zeit, um wirklich hier jetzt auch, also als Dozentin dann an der Ecole San Esprit weiter wirken zu dürfen, um auch mit Heiler ohne Grenzen oder bei anderen Projekten, die mich auch mal ins Ausland führen, dann frei zu sein. Und natürlich möchte ich weiter heilen auch. Und das kann ich ja, oder darf ich in der Praxis, so wie sie jetzt ist, nicht. Also, da ist was im Umbruch, da geschieht auch Transformation. Und ja, ich würde gerne natürlich so viele Menschen wie möglich auch mitnehmen auf diesen Weg. Gerade auch Ärztinnen und Ärzte. Also heilen, lehren, führen, wie gesagt, führen in dem Sinne, dass ich vorausgehe und gerne einen Pfad trete, auf dem andere dann auch leichter gehen können. Die es bisher vielleicht noch nicht getan haben und altes und neues Wissen zusammenbringen. Das ist mir auch immer wichtig. Wir müssen nicht unseren Verstand an der Garderobe abgeben, der darf uns dienen, der ist wichtig. Ich bin dankbar für meinen Verstand. Aber wir dürfen uns auch wieder öffnen für das Staunen, für die Wunder, die auch möglich sind, für diese andere Ausrichtung eben auf das, was wir wirklich sind. Auf das Potenzial, das wir haben und auf Ganzheit und Vollkommenheit, auf Gesundheit.

Corina Klein: Schön. Also, ich hoffe auf diesen, diese Chance. Vor allen Dingen, weil du so viele Therapeuten jetzt auch ausbildet, dass es dann vielleicht keine Kassenarztpraxis mehr gibt oder irgendwelche Abrechnungssysteme für Leute, die chronisch krank sind oder die Herausforderungen haben, sondern dass sie sagen Du, ich gebe halt mein Auto auch in die Werkstatt und da kostet mich halt die Reparatur auch 2, 6, 8, 900 € oder 1.000 €. Und da sehe ich das vielleicht genauso auch in einer Selbstverantwortung, in einem Selbstzahler. Ich würde auch nie mich da kassenärztlich behandeln lassen, wenn ich krank bin. Das fällt für mich völlig aus. Da muss ich mir Therapeuten suchen, die meinem … meinem Resonanzprinzip schwingen. Ja, genau. Und dann haben wir dann halt irgendwann mal Heiler-Zentren, wo dann jeder quasi, es ist ja schön, wenn man nur einmal kommen muss.

Ruth Kohl-Munthiu: Ich sehe es ja auch jetzt schon. Ich habe ja eine Privatpraxis, weil ich anders nicht das machen könnte, was ich mache. In der Kassenpraxis wird es nicht gehen, einfach auf Grund struktureller Dinge und von der Zeit her. Und ich habe einige Selbstzahler, die wirklich kommen, weil sie sagen, wir möchten das, was Sie anbieten. Wir möchten, dass jemand sich Zeit nimmt. Und die sind auch alle recht zufrieden, darf ich einfach so sagen. Und das ist auch schön für mich, so macht meine Arbeit auch mehr Freude.

Corina Klein: Und das Bewusstsein, dass es auch Lebensqualität ist. Natürlich gibt es immer die Argumentation, die Leute haben weniger Geld, ist auch so. Ich sehe das natürlich auch, dass wir jetzt gerade bei uns auch gerade ältere Menschen haben, die sehr viel auf Pfandflaschen angewiesen sind. Aber dennoch, wenn es mir natürlich besser geht, habe ich natürlich auch wieder mehr Kraft, um gute Dinge zu bewirken, die vielleicht dann mir auch wiederum mein Leben erleichtern. Es ist gerade so ein bisschen, ich denke, das muss sich jetzt einfach drehen. Umso schöner, dass ihr dabei seid, die, diesen Wandel mit zu unterstützen. Vielen, vielen Dank!

Annette Müller: Ja, unser Anliegen ist es, wirklich viele Schicksale zu wenden. Und das ist nicht nur ein Wunsch, sondern wir tun es tatsächlich. Das ist sehr schön. Das macht uns auch sehr glücklich.

Corina Klein: Wie kommt man dazu, bei Heiler ohne Grenzen daran teilzunehmen?

Annette Müller: Ja, ich nehme, also, ich reise mit von mir ausgebildeten Heilern und Heilerinnen. Auch diese, die schon angefangen haben, diese Ausbildung zu machen. In fremde Länder, in Länder der Dritten Welt oder eben da, wo wir gebraucht werden, um eben diesen Campus zu veranstalten. Weil da lernst du noch mal ganz viel. Also, es ist also nicht nur das Heilen, sondern es ist eben auch die Reflexion. Es ist ja noch mal nachfragen über: „Was mache ich jetzt in dem Fall? Wie kann ich da am besten vorgehen?“ Also das ist schon toll. Es ist Teil der Ecole San Esprit. Das ist nicht jetzt eine Organisation, die Heiler von überall einsammelt und mit hinbringt, sondern das hat ganz … es ist eben ganz konkret von mir oder von uns veranstaltet.

Corina Klein: Was war für dich so dieses besondere Erlebnis? Weil, es scheint ja schon was lebensveränderndes.

Ruth Kohl-Munthiu: Mit diesem Einsatz? Ja, also was mich sehr berührt hat, eigentlich die Menschen, alle, die da waren und was geschehen durfte. Aber in der Casa Abba, das fand ich noch mal sehr besonders. Wo eben Geflüchtete aufgenommen werden, teilweise schwer traumatisierte Menschen. Da durfte ich ein Kind behandeln, ein ehemaliges Frühgeborenes, mit so einer spastischen Lähmung im Rollstuhl. Und wir haben am Anfang dieses Kind mal hinstehen lassen. Ich wollte sehen, ob sie stehen kann, was sie denn so kann. Und sie konnte kein Gewicht übernehmen auf ihre Beinchen. Also, die Knie sind immer wieder so eingesackt. Und dann habe ich die Heilbehandlung durchgeführt und dieses Kind ist wirklich unter meinen Händen tief eingeschlafen. Sie hat so tief geschlafen, dass ich sie am Ende gar nicht wecken konnte. Der Vater hat sie dann schlafend weggetragen und wir haben dann am Ende, als sie wieder im Rollstuhl saß und wach war, noch mal geschaut und sie ist mit Unterstützung wieder, also links und rechts,- der Papa und ich haben sie so ein bisschen unterm Arm gehalten, dass sie sich sicher fühlt und dann konnte sie Gewicht übernehmen und ist eigenständig ein paar Schritte, zwar etwas wackelig natürlich, aber ein paar Schritte gelaufen. Und das hat mich wirklich zu Tränen gerührt, weil ich mir gedacht habe, wenn nach einer Heilsitzung so was geschieht. Was geschieht denn wohl nach 4, 5, 6 Heilbehandlungen? Ja, ich hatte das Gefühl, dieses Kind könnte wirklich laufen lernen, könnte frei gehen. Und das sind ja so wunderbare Perspektiven. Oder eine junge Frau, die erblindet war, die blind gemacht wurde. Schreckliches Schicksal. Die am Anfang nur so dasaß und gar nicht sehen konnte und immer geführt werden musste. Die von einer Heilerkollegin geheilt worden ist. Und nachher, wie, da ist was aufgegangen. Sie hat gelächelt. Sie war, hat geradeaus in die Welt geschaut. Also, die Augen zwar immer noch verändert, aber sie konnte mehr wahrnehmen und sie konnte sich alleine eigenständig bewegen. Also, auch so was zu sehen und wie sie auf der Liege eigentlich gar nicht mehr aufstehen wollte, weil ihr das so gut, weil sie so tief gespürt hat, dass da was geschieht, was ihr unglaublich hilft. Also, das sind jetzt nur zwei Dinge, die sehr, sehr berührend waren und die ich auch nicht vergessen werde. Schön. Einfach wunderbar. Ich bin sehr dankbar.

Corina Klein: Ja, vielen, vielen Dank.

Annette Müller: Wir erleben ständig Wunder.

Corina Klein: Mhm, ja, so schön, ja. Also, ich freue mich auch immer wieder, Annette, wenn du kommst und wieder wunderbare Gäste mitbringst, mit diesen Geschichten und auch Videos und so was. Immer wieder.

Annette Müller: Dankeschön.

Corina Klein: Ja, wunderbar. Danke euch.

Annette Müller: Danke.

Ruth Kohl-Munthiu: Danke.

Corina Klein: Liebe Zuschauer. Ja, wunderschön, dass wir auch Dinge erleben dürfen, die vielleicht manchmal außerhalb unseres Verstandes sind, aber dennoch passieren. Und ich freue mich natürlich immer wieder, wenn Sie zuschauen. Vielen Dank dafür.

Episode #75: Heiler – Eine Berufung für die ganze Welt

Episode #74: Ärztin bin ich geworden, Heilerin war ich schon immer

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Intro: Die Evolution lehrt uns, dass nur der optimal Angepasste in der Natur überlebt. Doch wie angepasst müssen und dürfen wir Menschen in unserem Geist sein, damit Menschlichkeit wieder Einzug erhält in Unternehmen und in unser Verhalten? Diskutieren Sie gedanklich mit, wenn die Publizistin und Bewusstseinsrevolutionärin Annette Müller sich im philosophischen Diskurs Gedanken zur Menschlichkeit und zum Sinn des Lebens macht und Antworten auf die dringenden Fragen der Zeit gibt.

Corina Klein: Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute in unserem Gesundheitsfernsehen. Ich habe heute zwei ganz besondere Gäste bei uns. Zum einen die Ausbilderin Annette Müller, die viele Ärzte schon auf ihrem Weg zum Heiler begleitet hat. Und auf der anderen Seite eine ganz besondere Ärztin, die sagt: „Zum Arzt bin ich geworden, aber Heilerin war ich schon immer“. Wie dieser Weg auch ihr Leben verändert hat und welche Herausforderungen es gab, welche wunderbaren Erlebnisse, das erfahren Sie heute in unserer Sendung. Freuen Sie sich drauf! Bis gleich. Hallo zusammen, schön, dass ihr beide wieder bei mir seid.

Annette Müller: Herzlichen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr darüber, danke.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, ich freue mich auch sehr hier zu sein. Vielen Dank.

Corina Klein: Ja, liebe Annette, liebe Ruth, ihr hattet ja schon, wir hatten schon ein paar Sendungen zusammen. Ich freue mich sehr, wieder in der Konstellation noch mal darüber sprechen zu können, welche Herausforderungen du vor allen Dingen auch als Kinderärztin hattest, haben wir schon so ein bisschen beleuchtet. Natürlich auch mit Praxis und mit diesen ganzen Systemen, in denen wir da unsere Herausforderungen haben. Aber jetzt würde ich heute noch mal doch gern von dir erfahren. Diesen Spruch, den du mir vorhin gesagt hast: „Ärztin bin ich geworden. Heilerin war ich schon immer“. Da steckt ja was Besonderes dahinter. Was bedeutet dieser Satz für dich?

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, ich habe den irgendwann so für mich gefunden. Weil, also, ich habe eine Anregung gehabt, wo ich dann gemerkt habe, da steckt eine tiefe Wahrheit auch für mich drin. Weil ich glaube, dass das Ärztin sein halt eine soziale Rolle ist, in die ich geschlüpft bin. Und diese Rolle hat bestimmte Implikationen. Aber das, was ich zutiefst bin, also jenseits meines intellektuellen Wissens, für das ich vielleicht hier auf diese Erde gekommen bin, in dieser Inkarnation oder wie auch immer man das für sich definiert, warum man hier ist, was, was die Aufgabe ist, die ich habe oder der Sinn meines Lebens. Da habe ich schon wirklich im Laufe meiner Entwicklung für mich entdeckt: Ja, es hat mit Heilung zu tun! Ich sehe das auch inzwischen so, dass mein Auftrag tatsächlich ist, zu heilen und zu führen, aber nicht in dem Sinne von bossy sein, sondern im Sinne von Vorausgehen, dass andere dann leichter in die Fußstapfen treten können. Also, so ein bisschen was wie Pionierin sein, vielleicht innerhalb dieses Feldes und meiner Erfahrungen. Ja, und dieses Heilerin sein, also, es geht sogar so weit, dass ich inzwischen so die Vision für mich habe: Ich heile durch mein Sein, aus dem dann natürlich auch ein Tun folgt. Aber vor dem Tun ist das Sein. Und das hat mit Bewusstsein zu tun. Mhm. Ja, und das ist schön. Das darf sich auch immer mehr entfalten. Auch die Erkenntnis, dass wir auf vielfältige Weise heilen, ganz besonders natürlich, wenn wir die Hände auflegen und das, was wir in der amazinGRACE Ausbildung lernen, dann wirklich tun dürfen. Aber wir heilen auch, indem wir zuhören. Wir heilen auch, indem wir mal heilsame Worte sprechen. Und es geht noch viel, viel weiter.

Corina Klein: Es ist natürlich wunderbar, wenn gerade Ärzte, denen man ja im Grunde noch mal diesen wissenschaftlichen Vertrauensbonus auf jeden Fall gibt, weil man sieht es natürlich auch in unserer Gesellschaft, wenn man Heiler hört. Aber das Witzige ist ja, muss es noch erzählen, ich finde es so schön. Meine Freundin macht ja mit dir die Ausbildung und als sie die angefangen hat, hat der Vater so „Was machst du da?“ Ja, und jetzt hat sie mir letztens so erzählt, sagt so: „Ja, der Vater sitzt jetzt in der Sauna in seiner Männergruppe und sagt: „Meine Tochter ist Heilerin!“ Und dann ist er so voll Stolz, weißt du, wo ich denke, hey, witzig. Es ist so schön zu sehen, wie da so ein Change auch stattfindet. Und natürlich durch Menschen wie dich mit, die eben diese Pionierarbeit da und diesen Mut haben zu sagen: „Hey, ich bin schulmedizinisch ausgebildet, aber ich habe jetzt erkannt, es gibt noch ein Werkzeug, und das erlaube ich mir mit ins Boot zu nehmen!“ Annette, wie haben sich denn so die Ärzte verändert in den letzten Jahren? Das machst du ja schon viele Jahre, die. Ich könnte mir vorstellen, dass sie vor ein paar Jahren schon noch mal einen Ticken extremer oder viel über den Tellerrand hinausschauender da waren, dass jetzt so schon mehr Mut ist.

Annette Müller: Das kann ich jetzt gar nicht so sagen, weil diejenigen, die auch ganz am Anfang, als ich angefangen hatte zu unterrichten, mit dabei waren, was ein großes Kompliment für mich bedeutet hat und auch immer ist, die waren sowieso offen. Und dieser Kompaktkurs, wo du jetzt eben Assistenz gemacht hast in, am Lago Maggiore in Italien.

Werbung: Entschuldigen Sie die ganz kurze Unterbrechung, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, aber wir möchten Sie gleich teilhaben lassen an einem kleinen Ausschnitt von einer besonderen Sendung, die wir kurz zusammengefasst haben. Und wenn Sie die ganze Sendung dann auch schauen möchten, dann finden Sie in der Beschreibung unten jeweils den entsprechenden Link. Viel Spaß!

Annette Müller: Der wurde in Zusammenarbeit mit einer Ärztin entwickelt, weil sie gesagt hat: Wir Ärzte haben eine Praxis. Wir können es uns nicht erlauben, ein ganzes Wochenende, vielleicht schon Freitag zur Anreise, Montag zur Rückreise zu nehmen und das sieben Mal zu machen. Das geht schlecht. Mach das anders. Und dann haben wir eben das zusammen entwickelt. Und seitdem wir das anbieten, wird das auch sehr, sehr gerne gebucht. Und Ärzte sind sehr begeistert von der Ausbildung, weil sie dort etwas finden, was so ein kleines Puzzleteil ist, was ihnen gefehlt hat. Und dieses Puzzleteil, das führt eben dazu, dass sie ihre Berufung leben können, dass eben Menschen helfen zu wollen, also und unter Umständen nicht dastehen und mitleiden, weil sie eben auch vor der eigenen Grenze stehen. Jetzt geht es hier nicht weiter. Ich habe keine Tools mehr, ich habe kein Werkzeug. Und was eben sehr oft gespürt wird, ist auch dieser Schmerz, dass es nicht weitergeht. Also, das ist ja auch die Liebe. Du möchtest ja jemandem helfen. Du hast ja den Menschen, bei den Kindern insbesondere, besonders gern. Ja, du willst ja da alles menschlich Mögliche tun, um jemandem aus dem Leid zu befreien. Und allein dieser Wunsch zeigt mir ja, es ist möglich.

Corina Klein: Jetzt hast du ja schon verschiedene Therapeuten und Ärzte aus Bereichen, wo, was ist für dich so die Vielfalt, wo du bisher Mediziner kennengelernt hast, die das integrieren, dann dieses Wissen. Jetzt haben wir ja hier eine Kinderärztin oder sind es eher welche mit eigener Praxis oder vielleicht auch Chirurgen oder ….

Annette Müller: Wir haben ganz viele Chirurgen. Also, das ist sehr, sehr interessant. Zahnärzte, ganz viele Zahnärzte, sehr viele Physiotherapeuten, Osteopathen, Chiropraktiker, Massagetherapeuten und eben auch, hatten auch jemanden aus der Charité da, aus der Chefetage. Also, es ist schon beeindruckend. Also, das ist die ganze Bandbreite.

Corina Klein: Schön.

Annette Müller: Ja, sehr, sehr schön.

Corina Klein: Ja, dann darf es sich ja noch mehr öffnen, oder? Wenn da so ein paar Mal voranschreiten und dann kann man wirklich sagen, ja, integriert man das ganze Thema wieder in den Heilweg.

Annette Müller: Und in Amerika. In meiner amerikanischen Ausbildung ist jemand, ein Ehepaar, Ärzte, Ehepaar aus Australien angereist und der Mann, der arbeitet Undercover, weil es da noch schlimmer ist als in Deutschland. Dem gehört das Krankenhaus.

Corina Klein: Wow. Ja und wie kann so jemand es dann integrieren?

Annette Müller: Na ja, ich meine, wenn du mit Gedanken heilst, das merkt kein Mensch.

Corina Klein: Macht er das? Ja, genau. Aber irgendwo hast natürlich auch als Besitzer von einem Krankenhaus den Wunsch, dass dein ganzes Team davon natürlich auch was abbekommt, oder?

Annette Müller: Ist da nicht möglich. Also, wenn du da sozusagen dich einer falschen Person outest, dann gute Nacht.

Corina Klein: Okay. Ja gut, können wir hier auch hier und da irgendwie so, hier und da.

Ruth Kohl-Munthiu: Also, ich gehe jetzt damit bei meinen Helferinnen auch nicht hausieren, sage ich mal. Ich sag dann, ich bestell die Kinder oder Jugendlichen für einen Gesprächstermin ein, sie sollen mehr Zeit einplanen. Aber es kommt dann schon mal vor, dass die begeisterten Mütter dann anrufen und der Helferin sagen: „Die die Heilsitzung hat so gut funktioniert, das Kind schläft jetzt oder die Kopfschmerzen sind weg“ oder so, dass die dann schon, die sind natürlich offen. Aber ja, das reflektiert auch so ein bisschen, dass ich ja auch noch nicht zu 100 % da meinen ganz klaren Weg gefunden habe, weil das System mir diese Barrieren setzt. Ja, wie viel einfacher wäre es, ich dürfte es in meiner Praxis praktizieren und könnte einfach so, wenn es gerade nötig ist, auch mal nur kurz. Es bringt ja manchmal schon, wenn ich fünf Minuten lang mal die Hände auflege. Was weiß ich, wenn jetzt ein Kind akute Ohrenschmerzen hat oder so was. Ich kann mir im Moment da auch anders behelfen. Und auch die Homöopathie ist wirklich wunderbar. Es ist ja auch ein energetisches Heilverfahren, aber das wünsche ich mir in Zukunft, dass das, dass diese Hürden mal fallen und dass wir unser ganzes Repertoire einbringen können.

Corina Klein: Es ist so schön. Von den Heilmethoden noch mal auch für den Arzt zum Verständnis. Das hört sich ja alles so ein bisschen immer abstrakt an, man hört dann „Heiler“. Und was passiert da eigentlich in der Ausbildung? Warum brauche ich überhaupt doch so lange? Weil wir Heiler dann mit diesem schnellen „geschwind Handauflegen“ und Fähigkeiten assoziieren. Wir hatten zwar eine andere Sendung, wo du auch gesagt hast, was dich abgeholt hat, war: „Das kann jeder lernen!“. Warum kann das jeder lernen und was überhaupt?

Annette Müller: Ja, es ist unsere Natur. Ich hatte vorhin gesagt, allein wenn ich den Wunsch habe, ich möchte hier helfen, den tiefen Wunsch aus Liebe heraus diesen Menschen zu helfen. Ich wünsche mir das. Dann ist bei uns der Gedanke: „Ach, das ist unmöglich, das gibt es nicht!“ Aber allein, dass du diesen Drang hast, dass du diesen Wunsch hast, das zeigt uns schon, dass es einfach mehr geben muss. Und wenn wir uns dann auf die Suche nach diesem Mehr machen, dann werden wir es auch irgendwann finden. Und weil es sowieso in uns ist, auch in jedem Arzt, deshalb kann das freigesetzt werden. Das ist genau wie: „Jeder kann schlafen!“ Das ist in unserer Natur. Aber was? Aber das Kind lernt auch das Schlafen. Ja, es wird von der Mutter oder vom Vater ins Bett gebracht, jetzt ist Schlafenszeit. Und normalerweise kann es auch jeder. Warum haben wir Schlafstörungen? Weil uns das Leben sozusagen stört. Weil wir auch ganz viel falsch leben. Aber das ist etwas, was ganz natürlich ist. Und da wir ja so blockiert sind in unserem Geist und diese Überzeugung haben, mit dieser Überzeugung programmiert wurden, dass diesem Wunsch, anderen zu helfen, nicht entsprochen werden kann, weil es unmöglich ist. Dieses Unmögliche müssen wir einfach verlernen. Und dieses Verlernen ist super schwierig. Wenn mir jetzt jemand sagt: „Du wirst fliegen können, jeder Mensch kann fliegen!“ Dann weiß ich, das ist unmöglich. Dann sagt mir aber jemand Du kannst es. Voraussetzung dafür ist es, dass du verlernst, Fahrrad zu fahren. Geht nicht. Ist nicht drin. Du kannst nicht verlernen, Fahrrad zu fahren, weil du das gelernt hast. Und weil wir so programmiert sind auf diese Unmöglichkeit, brauchen wir auch Zeit, um zu lernen, dass es nicht unmöglich ist. Das heißt also, wir brauchen das Fahrradfahren nicht zu verlernen, um zu heilen, sondern wir lernen Stück für Stück, dass wir es können. Und deshalb ist es auch so unglaublich wichtig, dieses Heilen anzuwenden. Immer wieder, immer wieder, immer wieder. Damit du selbst als Heiler oder Heilerin verstehst und kapierst und dir immer wieder beweist, dass es geht. Also nicht nur, dass du das kannst, sondern erstmal, dass es überhaupt geht. Und dann im zweiten Schritt, dass du es auch kannst. Warum? Weil du es gelernt hast.

Corina Klein: Jetzt habe ich natürlich aber auch den Patienten. Da könnte ich mir vorstellen, dass die Kinder anders sind wie Erwachsene. Wo sind denn da die Unterschiede?

Ruth Kohl-Munthiu: Also, grundsätzlich mal ist, glaube ich, wichtig zu wissen, dass es egal ist, ob jemand daran glaubt oder nicht. Es funktioniert trotzdem. Und bei den Kindern ist aber das Schöne, dass sie einfach viel offener sind. Also, Kinder sind ja sowieso auch, bis sie in die Schule kommen, in ihrer magischen Welt. Und das ist ganz toll. Das ist vielleicht auch ein Vorrecht meines Berufes, dass ich manchmal sehr gerne damit eintauche in diese magische Welt, die uns Erwachsenen oft leider abtrainiert ist oder abhandengekommen ist. Und in der magischen Welt ist alles möglich. Ja, und wenn ich dann zu den Kindern komme. Also ich habe es neulich mal erlebt. Ein ehemalig Frühgeborener, ist ein Junge, vier Jahre alt, der sehr umtriebig ist, ständig rumrennt, extreme Unruhe hat. Als ich, als der sich dann hingelegt hat, als ich gesagt hab, gesagt hab okay, ich mach jetzt mal kurz was, da lag er vollkommen hingegeben auf der Liege und hat mich angeschaut. Er war ganz ruhig. Es war so fast, als hätte er einen anderen Raum betreten und ich habe einfach meine Hände an seinen Kopf gehalten, habe dann zwischendrin mit der Mutter noch kurz irgendwie was besprochen und es war wirklich so ein Moment, als wären wir in so einem heiligen Raum. Und es hat mich so berührt, wie bereitwillig er das hat geschehen lassen. Ja, das kann man jetzt nicht verallgemeinern, das passiert nicht immer, aber es zeigt, wie Kinder doch jenseits der Worte einfach etwas verstehen, dem sie sich ganz vertrauensvoll und bereitwillig öffnen. Und ich bin mir auch sicher, wenn ich, wie Annette sagte, aus der Liebe heraus so etwas tue, dann kann da auch nichts Schlimmes passieren. Das Schlimmste, was passieren kann, ist eben, dass nichts passiert, dass sich nichts ändert. Aber das ist nicht für mich dran zu entscheiden: Wird es das oder nicht? Sondern ich stelle diesen Raum zur Verfügung und meine Tools, meine Kraft. Mit der trete ich da an und mit der Liebe. Und dann können wirklich Wunder passieren. Und da fällt mir auch ein, ein Mädchen war bei mir, schon eine Jugendliche, so präpubertär, so mit zwölf. Und dann habe ich zu ihr gesagt: „Also das, was ich jetzt mache, ist kein Hokuspokus. Ich erklär dir das. Ich lege jetzt meine Hände dahin!“ Und sie hat eine chronische Blasenentzündung. Immer wieder. Und dann ging es damals auch drum: Sie wurde gemobbt, sie hatte Kummer, sie konnte nicht schlafen. Und dann habe ich gesagt: „Wenn du irgendwo nicht angefasst werden möchtest, dann darfst du mir das auch sagen. Ich mache nur, was für dich stimmt. Ich kann auch aus der Entfernung die Hände irgendwo hinhalten. Ich muss dich nicht anfassen.“ Dann hat sie sich das sehr skeptisch angehört und am Ende hat sie dann gesagt: „Doch Hokuspokus, aber ich mach mit.“ Und dann hat sie quasi das über sich ergehen lassen und hat sehr von der Heilbehandlung profitiert. Die Mutter hat mir dann berichtet, dass es ihr viel besser geht, dass sie in der Schule wieder mehr Standing hat und sich traut, wieder hinzugehen, dass sie besser geschlafen hat. Also, lauter Dinge, wo auch ich mich dann so freue und denke, wow, und dass nach einer Behandlung. Was passiert, wenn wir das wöchentlich wiederholen würden, wo kommt sie dann hin? Ja, und auch zu hören, dass sie am Ende ganz froh war und dass sie auch bereit war, noch mal zu kommen, obwohl sie am Anfang sehr skeptisch war.

Corina Klein: Sehr schön. Wie ist es mit Patienten, die so skeptisch sind, dass sie dann den Erfolg vielleicht auch gar nicht eingestehen wollen? Gibt es manchmal auch, Annette, dass das dann jemand kommt: „Es kam doch wieder!“ Weißt du, wie so ein Selbstkreiertes, das ging jetzt zu leicht.

Annette Müller: Ja, ja!

Corina Klein: Das erlebe ich nämlich auch immer wieder bei Leuten, ja.

Annette Müller: Ich bin darüber nicht böse, sondern eher amüsiert. Also, es hat ja auch jeder das Recht auf seine Krankheit. Ja, ja, so sehe ich das.

Corina Klein: Dass man das, wie auch bei Teenies. Vor allen Dingen sieht man es ja auch oder bei sehr verkopften Menschen, die sagen das bringt ja eh nichts. Und wenn es dann zu leicht zu schnell weggeht.

Annette Müller: Bei mir war das ja so, meine Mutter hat mich ja dazu gedrängt und ich sagte, das bringt doch eh nichts. Weil das war einfach irgendwie kann gar nicht sein. Und dann bin ich eben hingegangen, um mir zu beweisen, dass es nichts bringt. Und siehe da, ja, was ist daraus geworden?

Corina Klein: Es ist ja, wie Annette Bopke auch, genau. Sie wollte ja auch beweisen, dass es bei dir nicht funktioniert ja.

Ruth Kohl-Munthiu: Aber was eben wirklich so entscheidend ist, ist: Wo lenken wir unsere Aufmerksamkeit hin? Und in der Medizin lenken wir eben leider die Aufmerksamkeit dann irgendwann ausschließlich nur noch auf das Kranksein, auf die Komplikationen, auf die Prognose. Und da geht es dann schon in Bereiche, also, wer bin ich denn? Ich behandele zum Glück keine Menschen mit Krebs. Ich denke, das ist eine sehr herausfordernde Aufgabe. Aber wie oft hört man auch im Bekannten und Freundeskreis, wenn dann so eine Diagnose da ist, dass die dann zu Ärzten gehen und fragen, wie lange habe ich noch zu leben und vollkommen ihre ganze Selbstverantwortung abtreten? Und wenn dann ein Arzt auch noch sich anmaßt zu sagen, „naja, rechnen Sie mit drei Monaten oder so“. Das sind dieselben Menschen, die andere hier als esoterische Spinner und sagen: „Ihr macht da schwarze Magie!“ Das ist doch eine schwarzmagische Aussage. Wenn mir ein Mensch sagt, du hast noch so lange zu leben. Wie wäre es denn, wenn so jemand mal die Frage stellt: Was möchtest du machen, wenn du wieder gesund bist? Wie möchtest du sein? Wie möchtest du leben? Was möchtest du in deinem Leben noch mit dieser Welt teilen? Was möchtest du erleben und wo möchtest du vielleicht noch einen Beitrag sein? Wie wird das wohl wirken auf einen Menschen, der schwer krank ist? Aber wer stellt denn so eine Frage? Da wird dann überlegt: Okay, was muss ich noch regeln? Von wem muss ich mich noch verabschieden? Ja, da habe ich den Fokus aufs Sterben. Dann wird auch die Energie dahinfließen. Aber wenn ich meinen Fokus aufs Leben richte, so wie Annette sagt, was unsere Natur ist. Ich bin doch hier. Ich habe dieses kostbare Leben geschenkt bekommen. Ich möchte noch nicht abtreten. Ich sehe mich auch, dass ich gesund alt werde, so wie meine Mutter zum Beispiel, die jetzt 93 ist. Sie ist jetzt schon in so einer vaskulären Demenz, wo man früher gesagt hat, sie ist halt verkalkt. Aber als ich mit ihr Anfang 90 im Krankenhaus war und die Ärztin die Anamnese aufnahm bei der Frage: „Was nehmen Sie für Medikamente?“ Und meine Mutter mich so anguckt und ich dann sagte: „Meine Mutter nimmt keine Medikamente.“ Und sie dann noch mal fragte: „Ich meine, was für Medikamente nehmen Sie?“ „Keine.“ „Wie? Wie alt sind Sie? Wie alt ist Ihre Mutter?“ „Ja, sie ist jetzt 91.“ „Wie? Und sie nimmt keine?“ Also es ist dieser Glaube, diese Vorstellung. Ein alter Mensch nimmt Medikamente. Was anderes existiert ja gar nicht mehr. Oder wenn Leute sagen: „Ja, wenn ich dann später mal im Rollstuhl sitze und nicht mehr …“ Das ist eine Perspektive. Ich will diese Perspektive nicht. Ich sehe mich noch mit vielleicht sogar wieder langen Haaren, aufrecht, gesund, alt werden. So wie es auch in vielen anderen Kulturen ja geht, wie uns die Menschen dort zeigen. Aber wir brauchen wieder diesen Blick über den Tellerrand und uns auch wirklich, ähm, es fällt mir Hahnemann ein, der gesagt hat „Aude Sapere“ – wage es, weise zu sein. Nicht dieses ganze Wissen nur in uns aufsaugen, sondern wirklich auch fragen, okay, was ist denn weise? Und weise ist es, meine Ausrichtung auf das Leben zu fokussieren, nicht auf die Krankheit. Und es ist wichtig, wenn es so ist, das klar auch zu diagnostizieren, damit umzugehen. Aber mich da nicht in dieses, in diese Begrenzung reinzwängen zu lassen, die mir auch so eine Diagnose gibt. Und da lernen wir in der Ausbildung auch wunderbare Tools, wie wir diese Ausrichtung kraft unserer inneren geistigen Fähigkeiten und Gedanken anders programmieren können. Also, wie wir dieses, was uns nicht dient, langsam wieder verlernen können.

Annette Müller: Also auch bei unseren Esperenten bzw. bei dir, bei Patienten eine Diagnose Löschung zu machen. Das Tool was wir da lernen ist, heißt auch Diagnose Löschung.

Corina Klein: Was sehr wichtig ist. Weil, es gibt ja wirklich diesen Diagnoseschock.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja.

Corina Klein: Der sitzt einem ja in, in der …

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, ja und ich kann ein Beispiel dazu erzählen. Ich habe in meiner Praxis ein kleines Mädchen, was heftige Fieberkrämpfe hatte, immer wieder, immer wieder. Die Mutter extrem in Angst, in Not, hat mich ganz oft angerufen. Und was mache ich jetzt? Und wenn sie wieder krampft? Und ich habe dann irgendwann dank dieser Tools, die ich gelernt habe, entschieden: „So, und jetzt traue ich mich mal mit ihr in diesem separaten Raum eine Diagnose Löschung zu machen“. Ich habe bei der Mutter diese Diagnose gelöscht mit den Tools, die wir da gelernt haben und ihr sozusagen etwas Neues mitgegeben, was sich aufs Leben, auf das Ganzsein, auf die Lebensfreude und auf das Vertrauen ins Leben fokussiert. Und dann habe ich bei dem Kind den Impfstoff, den es bekommen hatte, nachdem diese Fieberkrämpfe dann anfingen, umprogrammiert. Das lernt man auch in der Ausbildung, wie man sozusagen eine Information, die ein Mensch bekommen hat, die dieser kleine Körper bekommen hat, durch diese Impfung, dem eine andere Bedeutung gibt. Und ich muss sagen, das ist jetzt ein paar Monate her, ich habe seitdem nichts mehr gehört von Fieberkrämpfen. Ich werde auch nicht mehr ständig angerufen, da hat sich was beruhigt. Und das ist nur ein wunderbares Beispiel, wie wir eben neu und anders mit Krankheit, mit Symptomen, mit Diagnosen umgehen können.

Corina Klein: Ja, weil dann doch irgendwo die Informationen eine wichtigere Rolle spielt, wie die Materie.

Annette Müller: Geist, Geist über Materie, Geist herrscht. Also, das beweist uns das immer wieder. Selbst wenn du irgendwelche fremden Stoffe damit in Berührung gekommen bist, die dir nicht guttun, dass du tatsächlich geistig die Fähigkeit hast, dort etwas zu verändern. Also, das ist schon sensationell. Also ich bin ja total begeistert.

Corina Klein: Eine letzte Frage habe ich noch an dich, Annette, weil wir natürlich ja hier auch im Sender. Ich sehe es ja natürlich auch, egal ob du Mutter bist oder immer wieder so besonderen Leuten wie euch zuhören darfst. Du wirst ja immer wieder konfrontiert mit Supplementen, ob jetzt Enzyme, Mikronährstoffe, wie gefährlich oder schlimm auch Antibiotikum ist. Und du sagst, es spielt an sich, egal mit was wir in Berührung gekommen sind, nicht so eine große Rolle. Wenn ich natürlich sehe, was dann? Manchmal, wie wir es vorhin hatten, Antibiotika verschrieben wird und dann der Arzt sagt: „Ja, deiner Mama wird es nicht gefallen, aber du brauchst es ja.“ Und ich denke, okay, wie geht der Körper mit solchen Dingen um? Also kann ich sowas auch mal verkraften. Weil, man tendiert ja in die eine oder andere Richtung, in eine Angst zu verfallen.

Annette Müller: Das ist gut, dass du das ansprichst. Also, ich kann wirklich immer wieder sagen: das Denken, dein Denken bestimmt das, was es bewirkt. Das ist total wichtig. Also, ich habe eine junge Frau, die Chemotherapie bekommen hat. Die hat sich dazu entschlossen, das zu tun und das zu machen und mich gebeten, sie zu unterstützen. Und dann habe ich ihr gesagt: „Okay, wenn es schon nicht anders geht, dann dieser Beutel, der da in dich reinläuft. Betrachte den anders. Betrachte diesen Beutel einfach anders. Betrachte diesen Beutel als DAS Heilmittel, was dich heilen wird. Betrachte das als heilig. Betrachte das als göttliche Gnade. Betrachte es, als was immer du das betrachten möchtest. Betrachte es nicht als Gift. Du hast dich dazu entschlossen. Also betrachte es als das, was dir hilft, mit allem, was dir zur Verfügung steht, mit deiner ganzen, ganzen, geistigen Kraft. Natürlich weißt du auf der einen Seite immer dein Unterbewusstsein, das ist Gift, Gift. Aber tu es trotzdem. Weil, wenn du es schon machst, dann mach das Beste daraus!“ Und das war toll. Also, ich meine, ich habe sie dann eben auch unterstützt. Also, ich meine diese Gifte, wenn die Leute zu uns kommen, zu den, zu diesen Heilsitzungen. Ich meine, die Ärzte haben ja auch keine andere Möglichkeit. Es ist tatsächlich so, dass mir eine Ärztin gesagt hat, ja, mit dieser Chemo, man versucht auch eben alles sozusagen, soweit abzutöten und schaut eben zu, dass der Mensch dabei nicht stirbt. Ja, damit dann, wenn das alles weg ist, dass man das dann alles wieder von vorne aufbauen kann. Ja, es klingt schrecklich, aber wenn man sich dazu entschließt, dann ist es wirklich wichtig, das auch nicht noch so zu sehen. Weil, dass das feuert das ganze Negative noch mal an und wir haben wirklich die Möglichkeit, ganz toll im Anschluss dieses Negative ein bisschen abzumildern oder eben auch ganz auszuleiten, ganz abzuschwächen. Also, es gibt Leute, die sind in dieser Therapie, die sind normalerweise, bevor die kamen, waren die immer, sozusagen sind am Zahnfleisch, am Zahnfleisch dahergekommen, also komplett am Boden zerstört und haben dann, sind rausgegangen aus dieser Session, haben gesagt ich kann jetzt Bäume ausreißen. Und so kann man das auch unterstützen. Und das finde ich sehr wichtig, dass du, wenn du etwas machst, dann musst du das wirklich, auch wirklich in Gänze tun und nicht einerseits ablehnen und dann so halbherzig machen. Das ist total wichtig. Dein Geist hat einen Einfluss darauf.

Corina Klein: Einen großen.

Ruth Kohl-Munthiu: Ganz, ganz großen.

Ruth Kohl-Munthiu: Schön. Kann ein anderes Beispiel kurz erzählen: Als wir aus dem Urlaub zurückkamen, irgendwann Anschlussflug sehr knapp und es kam die Durchsage: „Das Gepäck wird wahrscheinlich nicht mitkommen!“ Und mein Mann schon: „Jetzt bleibt das Gepäck auf der Strecke.“ Postet schon unserer Tochter noch: „Wir haben den Flieger noch gekriegt, aber Gepäck kommt …“ Und ich habe gesagt: „Nein, stopp! Ich höre mir das nicht an! In meinem Geist war: „Ich sehe schon unsere Koffer, wie sie in Frankfurt vom Band kommen.“ Und dann hatten wir noch einen kleinen Disput, weil ich gesagt habe „Ich will das nicht hören.“ Und unsere Koffer waren da. Ich habe mich einfach darauf fokussiert. Ich habe keinerlei Gepäckwagen gesehen. Man sieht die ja manchmal aus dem Flieger. Nichts. Es war wirklich, es schien so, als kommen sie nicht. Aber ich habe mich voll darauf ausgerichtet, dass diese Koffer, ich habe es gesehen, innerlich und gefühlt, die Freude, wenn ich meinen Koffer dann da vom Band hole. Und so war es dann auch. Da habe ich zu meinem Mann gesagt: „Siehst du, es geht auch anders!“ Es ist so ein kleines Alltagsbeispiel. Wie oft sind wir in diesem Drama? Ach, das klappt eh nicht, oder? Jetzt ist der ganze Tag hin, weil das nicht funktioniert. Einfach lernen, uns zu fokussieren. Hey, wofür könnte es gut sein? Wie kann es trotzdem jetzt gut werden? Oder eine Bekannte von uns hat genau das erlebt, was du geschildert hast: Brustkrebs. Sie hat die Chemotherapie bekommen und ich war sehr beeindruckt vor Jahren, als sie mir erzählt hat, das war in Chile, sie ist Chilenin, ich habe da gelegen und habe mir wirklich vorgestellt, dass diese orangefarbene Flüssigkeit, die jetzt da in mich rein tropft, mich heilt, dass das ein wunderbares Mittel ist, was mir hilft, wieder zu Kräften zu kommen.“ Und das hat sie ganz fokussiert gemacht. Und ich dachte: „Wow, genau darum geht’s.“ Und da setzt auch diese Selbstverantwortung an! Wir sind nicht machtlos und Mangelwesen und schwach. Wir haben ungeheure Kraft dank unserer geistigen Fähigkeiten.

Corina Klein: Schön. Vielen, vielen Dank, dass ihr heute da wart. Da fällt mir gerade ein, wie echt manche sagen: „Du hast trotz Chemo überlebt.“ Wahrscheinlich durch die geistige Kraft. Gell, ist noch so auch ein Ansatz, den man mal anschauen könnte. Ja, also wir haben noch ein paar Sendungen vor uns gemeinsam und ich freue mich sehr darauf.

Vielen Dank, dass ihr da wart. Und bis bald.

Ruth Kohl-Munthiu: Danke schön.

Annette Müller: Danke, Danke.

Corina Klein: Liebe Zuschauer. Ja, wunderbar, alles wieder miteinander zu verbinden, dass man wirklich sagt, es sind keine Grenzen der Heilung gesetzt. Und jeder darf auch selbstbewusst seinen Weg der eigenen Heilung gehen. Ich bedanke mich sehr fürs Zuschauen. Bis bald.

Episode #75: Heiler – Eine Berufung für die ganze Welt

Episode #73: Medizin trifft Spiritualität

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Weitere Informationen

Intro: Die Evolution lehrt uns, dass nur der optimal Angepasste in der Natur überlebt. Doch wie angepasst müssen und dürfen wir Menschen in unserem Geist sein, damit Menschlichkeit wieder Einzug erhält in Unternehmen und in unser Verhalten? Diskutieren Sie gedanklich mit, wenn die Publizistin und Bewusstseinsrevolutionärin Annette Müller sich im philosophischen Diskurs Gedanken zur Menschlichkeit und zum Sinn des Lebens macht und Antworten auf die dringenden Fragen der Zeit gibt.

Medizin trifft Spiritualität: Die Verbindung von Schulmedizin und spirituellen Methoden

Corina Klein: Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute in unserem Gesundheitsfernsehen. Ich freue mich immer wieder, wenn wir Ärzte auf dem Weg begleiten dürfen hier in unserem Sender, wenn sie wirklich das Spektrum erweitern und sogar Heilmethoden integrieren in ihre Arbeit. Vor allen Dingen heute habe ich zwei wunderbare Gäste bei mir, die wirklich diesen Weg beschreiten und beschritten sind und wie wir dieses Heilwissen in die Schulmedizin integrieren dürfen, das erfahren Sie heute. Bleiben Sie dran. Bis gleich. Hallo liebe Annette, liebe Ruth, schön, dass ihr beide wieder bei uns seid.

Annette Müller: Vielen Dank für die Einladung. Es ist wunderbar, hier zu sein.

Ruth Kohl-Munthiu: Danke schön, ich freue mich auch sehr.

Corina Klein: Ja, liebe Annette, du bist ja dafür bekannt, wirklich zu sagen: Okay, wir können das Wissen der Schulmedizin, aber auch Ärzte und Therapeuten, wirklich mitnehmen in Ausbildungen. Du hast doch dafür einen Preis bekommen, dass man wirklich sagen kann, hey, das geht zusammen, wir können das umsetzen. Und wir haben jetzt natürlich auch den Bedarf in unserer Gesellschaft, der so hoch ist. Wir haben so hochkomplexe Erkrankungen, chronische Erkrankungen, wo viele Ärzte natürlich mit ihrem schulmedizinischen Werkzeug vor Grenzen stehen, massivst nicht mehr wissen, wie es weitergeht. Jetzt soll natürlich noch den Ärzten, wie du liebe Ruth, wo jetzt noch therapeutisch und psychologisch arbeiten, auch noch komplett dieses Werkzeug genommen werden in der Abrechnungsthematik, sodass wir wirklich gezwungen werden, neue Wege gehen zu dürfen. Vielleicht darf ich gerade mal dich fragen, wie der Weg für dich so wichtig war, jetzt von der Schulmedizin. Was hattest du damals für Werkzeuge? Und jetzt der Übergang mit Heilmethoden. Wie, wie sich da das Feld öffnet? Gibt es da andere Erfolge, andere Patienten, Wege auf einmal?

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, auf jeden Fall. Also, ich habe ja schon mal gesagt, mir war immer das ganzheitliche Bild auf den Menschen wichtig. Wir sind eben nicht unser Körper, wir haben einen Körper. Aber wir sind ja auch Geist, Seele. Wir haben eine Psyche. Also, und dann zu verstehen, wie kann ich denn wirklich helfen? Wie kann ich denn diese Ganzheit, diese, dieses vollkommene, harmonische Funktionieren, also Funktionieren wiederherstellen? Das ist ja die große Frage. Und in der Schulmedizin geht es viel darum, Symptome wegzumachen. Wenn ich jetzt aber von dem Punkt komme: Es geht ja nicht nur darum, etwas wegzumachen, sondern auf einer tieferen Ebene Heilung herbeizuführen, dann, dann braucht es einfach mehr. Ich kann natürlich einem Kind, wenn es eine Angina hat, ein Antibiotikum geben. So habe ich das früher auch gemacht, wie ich es gelernt habe. Wenn dann aber so ein Kind zum fünften Mal kommt und immer wieder eine Angina mit Streptokokken präsentiert und irgendwann schon die Eltern auch sagen, das kann es ja jetzt nicht sein. Zum fünften Mal wieder ein Antibiotikum Zyklus und in drei Wochen stehen wir wieder hier. Dann muss ich doch anfangen mal nachzudenken und zu fragen, was ist denn da los? Warum ist dieses Kind so Infekt anfällig? Es muss doch andere Wege geben. Und so kam es, dass ich mich immer schon interessiert habe, auch für andere Heilansätze. Das heißt, ich habe dann angefangen mit der Homöopathie, weil es dabei wirklich darum geht, die Lebenskraft zu stärken. Eben diese Kraft, die ja alles belebt. Und nicht darum, einfach Symptome wegzumachen. Und wenn ich diese Lebenskraft stärke, kann ich von innen her wieder gesund und heil werden. Dann habe ich angefangen, mich mit Darmsanierung und solchen Dingen zu beschäftigen, weil wir von diesen Millionen Keimen, die wir uns, die wir in uns haben und mit denen wir ja auch immer schon zusammenleben, wenn die gut funktionieren, dann geht es uns auch besser und gut. Ja, ich behandle also auch Allergien und Infektanfälligkeit zum Beispiel als Basis mit so einer Darmsanierung. Und als dann das geistig energetische Heilen in mein Leben kam, da hat sich das Spektrum noch mal erweitert. Weil, es kam so zusammen, dass wirklich diese Energie, diese Kraft, diese Lebenskraft, wenn wir uns die nutzbar machen, dann können wir uns viele Umwege sparen. Dann, dann versorgen wir unseren Körper, unser Leib- Seele-Geist-System mit einer Kraft, die sehr schnell und sanft, so wie Hahnemann es ja gesagt hat: die Heilung muss auf schnellstem Wege sanft und nachhaltig sein. Das ist der Anspruch eigentlich. Und den finde ich hier auch in der amazinGRACE Ausbildung und im geistigen Heilen verwirklicht, dass das eintreten kann.

Corina Klein: Liebe Annette, dieses Thema Krankheiten, wir hatten es mal ein bisschen im Vorgespräch angerissen Was verstehen wir denn in unserer Gesellschaft unter Krankheiten und aus einer anderen, höheren Perspektive? Jetzt hatten wir es vorhin auch, ich habe ja auch gerade auch so ein bisschen eine kleine, ein Trainingscamp haben wir ja gesagt, von meinem Immunsystem, das trainiert sich gerade. Was ist für dich ein wichtiges Bewusstseinsveränderungstool, was wir jetzt wirklich erlernen dürfen, um Krankheit zu betrachten?

Werbung: Es geht gleich weiter, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, aber wir möchten an dieser Stelle Ihnen ein paar Highlights aus einer ganz besonderen Sendung noch präsentieren. Und wenn es Sie genauso begeistert, wie es mich begeistert hat, dann klicken Sie auf diese Sendung. Schauen Sie sich an und nehmen Sie diese Mitteilungen mit. Alles Gute und bis ein anderes Mal auf Wiederhören miteinander.

Corina Klein: Das ist eine Zeitbombe. Wir haben jetzt schon in der Schweiz eine Übersterblichkeit von 20 % im Schnitt. Das wird sich deutlich erhöhen. Und das sind keine besonders guten Aussichten. Ich sehe Krankheitsbilder seit zwei Jahren, die habe ich nie gesehen. Das sind Krankheitsbilder in der Kombination, die sind absolut ungewöhnlich.

Annette Müller: Ja, das ist natürlich ein ganz, ganz, ganz anderer Blickwinkel. Weil, in der Ausbildung betrachten wir keine Krankheiten. Ja, das ist wirklich ein völlig neuer, ein neuer Blick, den wir haben. Wir, die, die Krankheit an sich interessiert uns überhaupt nicht in diesem geistigen Heilen. Was uns interessiert, ist die Gesundheit, die Gesundheit wiederherzustellen. Also gesund sein ist das Normale. Gesundheit ist das, was dann, also Gesundheit ist das, was der Mensch, was den Menschen ausmacht. Die Krankheit ist die Störung. Die Krankheit ist nicht das, was bei Menschen normal ist. Und also ich kenne die Schulmedizin nur von der Seite her, dass sie sagt: „Krankheiten sind bei einem Menschen so normal wie Flöhe bei einem wilden Hund“ – zum Beispiel. „Ja, der hat die halt nun mal!“ – aber so ist das nicht. Sondern das wirklich Wichtige und das Normale ist die Gesundheit. Das ist ein ganz anderer Blickwinkel. Und das ist unsere Natur. Unsere Natur ist gesund, unsere Natur des Menschen. Da ist alles in Balance. Und unser Leben und unser Denken insbesondere führt dazu, dass wir aus dieser Balance herausfallen. Und das ist etwas, was uns krank macht und wo wir auch anfällig werden für sogenannte „Flöhe“. Also Zipperlein, Wehwehchen und tatsächliche Krankheiten. Aber wenn wir eben stark sind und auch wirklich bei uns in unserer vollkommenen Harmonie, dann sind wir gesund.

Corina Klein: Und dann stellt sich aber dann trotzdem die Frage: Warum kommt dann trotzdem jetzt so eine Erkältung? Ja, ich denke, das verstehe ich jetzt so nicht.

Annette Müller: Meine Einstellung zur Erkältung ist natürlich die, dass dein Immunsystem sich trainieren muss.

Corina Klein: Für neue Herausforderungen.

Annette Müller: Damit eben andere Dinge, die immer ständig 24 Stunden sieben auf dich einströmen, dass das abgewehrt wird.

Corina Klein: Also wie so ein Update sozusagen.

Annette Müller: Ja, definitiv. Diese Erkältungskrankheiten, das ist so, also das sagen ja auch viele Homöopathen und viele Alternativmediziner. Was du auf gar keinen Fall jetzt zum Beispiel diese Symptome unterdrücken sollst, indem du eben Medikamente nimmst, die das abschwächen, sondern du sollst deinen Körper darin unterstützen, dass er quasi jetzt diese Keime abschmettert aus eigener Kraft. Und dann ist dieser Abschmettermuskel gestärkt.

Corina Klein: Mhm.

Ruth Kohl-Munthiu: Gutes Beispiel sind ja auch die Kinderkrankheiten, die man nicht unterdrücken, wegimpfen sollte, sondern die eben auch so ein Training fürs Immunsystem darstellen. Also, so was wie Windpocken zum Beispiel. Das ist jetzt keine lebensbedrohliche Erkrankung, Warum soll ich dagegen impfen? Weil ein Kind sein Immunsystem dadurch trainiert. Und ich sage dann auch den Eltern oft: „Wenn wir alles verhindern, dann ist es so, als ob wir unseren Kindern nicht erlauben, lesen und schreiben zu lernen.“ Wir schicken sie ja auch in die Schule, damit sie was lernen sollen. Und so muss auch unser Immunsystem lernen und trainiert werden. Oder Fieber. Viele Menschen haben so eine Panik vor Fieber. Fieber ist ein Heilsymptom. Es zeigt mir, dass mein kluger Organismus, der wirklich weise ist, – ein Wunderwerk – dass der jetzt diesen Viren und Bakterien einheizt und dass da Dinge passieren, die den Krankheitsverlauf abkürzen. Aber da geht es darum, wirklich dieses Wissen zu haben und das den Eltern auch zu vermitteln und sie unter Umständen auch engmaschig zu begleiten. Ja, das kann Angst machen, wenn mein Kind 40 Grad Fieber hat und im Delirium ist und ich weiß nicht, was passiert. Da braucht es wirklich dann mich als Ärztin, die das Kind untersucht und ausschließt, dass dieses Fieber eine lebensbedrohliche Erkrankung als Ursache hat und vielleicht wirklich nur der banale Virusinfekt ist im Sinne einer schweren Grippe oder Erkältung oder sowas. Was nicht heißt, dass nicht auch eine Grippe mal lebensbedrohlich sein kann, aber bei Kindern Gott sei Dank seltener. Aber da eben zu wissen, halte ich das durch, wenn ich weiß, ich kann das verantworten und das Kind geht durch dieses Fieber und es geht ihm dann besser. Habe ich was gewonnen? Mhm. Und dieses Wissen fehlt oft. Also, es wird sehr schnell unterdrückt.

Corina Klein: Eltern, die jetzt den Mut haben, eigene Wege zu gehen, sehe ich jetzt auch mit kleinen Kindern. Wenn dann mal die Windpocken kommen oder der Keuchhusten, dann ist auf einmal im Kindergarten und in irgendwelchen verantwortlichen Ebenen jeder ein Arzt. Also, man merkt auch so ein bisschen, dass dann wirklich viele ihre Kompetenzen überschreiten und die Eltern also zurechtstutzen. Das ist ja auch so was, wo ich sage, da braucht es Ärzte wie dich, die wirklich über den Tellerrand hinausschauen, die dann aber auch den Eltern die Kraft und Souveränität geben, dann auch gegenüber einem Kindergarten und, und, und, dann wirklich zu sagen, ja, das ist ein ganz natürlicher Weg und ich gebe meinem Kind diese Kraft und Stärke und stehe da auch hinter dem.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, also, das finde ich auch sehr wichtig, dass man da Eltern nicht entmündigt, sondern dass man ihnen wirklich diese Verantwortung auch lässt, die sie für ihre Kinder übernommen haben, als sie sich dafür entschieden haben, Kinder zu bekommen. Und wir als Ärztinnen und Ärzte sollten Sie nach bestem Wissen und Gewissen darin unterstützen, aber nicht von oben herab. Ihnen unterstellen, dass sie ihre Kinder leichtfertig bedrohen, wenn sie sie zum Beispiel zu Hause lassen und, und eine Kinderkrankheit durchmachen lassen beispielsweise. Oder wenn sie ein bisschen später impfen wollen, um das Kind zu schonen, weil oder gar nicht impfen wollen. Also das ist ja noch mal ein ganz anderes Thema. Aber da ist inzwischen das ganze Bild so eng geworden in der Schulmedizin, dass kein Hinterfragen mehr möglich ist, was dient und was dient nicht. Und ich persönlich finde, wir sollten da immer auch noch entsprechend dem hippokratischen Eid uns leiten lassen. Und wirklich bei jedem Menschen, der jeden Tag neu vor uns sitzt, uns fragen:“ Was heißt in diesem Fall zuvörderst „niemals schaden“? Das ist nämlich der Inhalt des Hippokratischen Eids.

Corina Klein: Allerdings wurde er abgeschafft.

Ruth Kohl-Munthiu: Und das kann für jeden Menschen was anderes bedeuten. Für mich ist er noch relevant.

Corina Klein: Ja, schön.

Ruth Kohl-Munthiu: Und wir brauchen eine Leitlinie oder etwas, was uns Guidance gibt in unserem Handeln auch. Ich denke, es wäre auch wichtig für jeden, der sich mit dieser Materie befasst, sich mit Ethik, ethischen Fragen zu beschäftigen. Was dürfen wir tun am Anfang, am Lebensende? Wo stehen wir da gerade? Also da gibt es jede Menge Fragen. Die, die wichtig sind und wo ich mich immer wieder auch fragen muss: wo stehe ich hier, was tue ich hier, was ist meine Verantwortung?

Corina Klein: Was jetzt mich natürlich brennend interessiert, seitdem du die Heilerausbildung gemacht hast: was hat sich in deiner Praxis verändert, wie gehst du mit Patienten um? Gibt es irgendwelche Highlights, wo du sagst: „Das ist schon ein Zauber, so Methoden an der Hand zu haben als Arzt!“

Ruth Kohl-Munthiu: Also, ganz praktisch gesehen ich mache ja die Vorsorgeuntersuchung. Da kommen ja schon die Kleinsten, die Neugeborenen, die Babys. Also, auch wunderbar, so ein neugeborenes Menschlein dann in der Hand halten zu dürfen, oder auf dem Arm. Wenn ich dann sehe, wie viele Kinder da schon aufgrund einer traumatischen Geburt oder weil sie eine Fehllage schon im Uterus hatten, schief sind, irgendwelche Tonusstörungen haben, die ja oft auch ererbt und weitergegeben wurden. Oder aufgrund dessen zum Beispiel dann Schreiphasen haben oder nicht gut trinken können nur an einer Brust und, und nicht an der anderen usw. dann ist es natürlich großartig, dass ich jetzt diese karmische Atlas Repositionierung gelernt habe und dann bei einem Säugling auf Mamas Arm einfach mal kurz, ohne groß einzugreifen, wirklich auch nur, indem ich meine Finger anlege und Kraft meiner Gedanken, mit dieser energetischen Kraft, den Atlas wieder in die richtige Position bringe. Das kann den ganzen weiteren Fortgang wunderbar erleichtern. Belastung von der Familie nehmen, die Nächte ruhiger werden lassen, usw. Also, das ist nur eine Möglichkeit. Ja, oder bei Kindern mit akuten Bauchschmerzen. Wenn ich jetzt ausgeschlossen habe, dass da vielleicht eine Blinddarmentzündung ist, die sofort im Krankenhaus behandelt werden müsste, meine Hand mal hinhalte und einfach schaue was, was kann sich da tun? Das kommt eher noch selten vor, im Moment, wie gesagt, weil ich es ja offiziell nicht darf. Aber ich sehe immer wieder, auch bei Kindern mit Schlafstörungen, mit Ängsten, mit Kopfschmerzen solche Dinge, dass ich viel schneller auch dabei bin zu überlegen: „Okay, da könnten wir eine Heilsitzung machen.“ Und bei den Menschen, die dafür offen sind, biete ich das dann an und mache dann einen separaten Termin in diesem anderen Raum, der eben nicht mein Praxisraum ist und kann das dort dann anwenden. Und das, also, es ist wirklich erstaunlich, was da alles geschieht und wie sich die Dinge verändern. Oder auch Tics, solche Geschichten. Ängste bei Kindern, wo die Schulmedizin ja auch nicht mehr viel in der Hand hat man.

Corina Klein: Ängste haben ja brutal zugenommen auch die letzten Jahre.

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, und da habe ich schon mit der Homöopathie sehr gute Heilerfolge gehabt und jetzt aber auch mit dem, mit dem geistigen Heilen. Das ist wunderbar und das geht oft so schnell und erleichtert dann natürlich alles.

Corina Klein: Dieses Thema Atlas bei Kindern. Wie kamst du eigentlich drauf? Weil da kommt ja nicht jeder drauf auf dieses Thema.

Annette Müller: Das ist ja mein eigenes Thema. Durch den Autounfall wurde ja mein Atlas geschädigt und ich hatte das große Glück, dass einer dieser vielen, vielen Ärzte mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass meine Beschwerden von einem Unfall kommen könnten, wo also der Atlas beeinträchtigt wurde. Und damit habe ich mich beschäftigt und habe eben herausgefunden, dass das wirklich ein Schlüssel zur Gesundheit ist. Dass dann alles richtig sitzt. Weil, das ist ja das Nadelöhr, durch das die ganzen Hirnimpulse ans Nervensystem gehen. Und auch das Nadelöhr, wo also der ganze Körper und alle Organe auch wieder das Gehirn versorgen. Und viele Kinder kommen eben schon mit einem fehlsitzenden Atlas zur Welt, entweder weil sie im Mutterleib eben schon in einer Fehlstellung lange genug waren oder eben auch durch die Geburt.

Corina Klein: Die Geburt an sich ist ja auch schon eine Fehlstellung. Wenn man sich mal überlegt, wer dafür gesorgt hat, dass wir Frauen im Liegen entbinden müssen. Nur weil irgend so ein König besser gucken wollte. Das allein ist schon unglaublich wieder. Also, wenn ich glaube, wenn die Frauen das wüssten, warum sie liegen und was das für Schäden verursacht oder für Schmerzen und für lange Geburten. Da wäre mal auch Zeit zum Handeln oder? So …

Ruth Kohl-Munthiu: Ja, und eben auch hinzuschauen, was gibt es da für altes Wissen noch aus den indigenen Kulturen? Wie machen die das? Solche Dinge. Wo ich einfach sage: „Lasst uns doch uns wieder öffnen und miteinander sprechen und lernen voneinander“. Ja, da gibt es viel altes Wissen und gerade auch die Geschichte von uns Frauen, was wir an Unterdrückung, an Misshandlungen, Missbrauch erlebt haben. Und das hat sich überall in alle Bereiche auch eingeschlichen, auch in die Medizin. Also man darf auch da Dinge hinterfragen. Ich kann es selber auch erzählen. Ich bin eine späte Mama. Ich habe erst mit Ende 30, weil meine Ausbildung so lange ging, bin ich dann schwanger geworden. Aber sofort, wo mir auch die Frauenärztin dann erst sagte: „Ja, in ihrem Alter. Statistisch gesehen stehen die Chancen 20 %“ Und ich habe gedacht: Hey, was erzählt sie mir? Wir haben es ja noch gar nicht versucht. Es war noch nicht die Zeit. Und dann sind wir in Urlaub gefahren und ich kam schwanger zurück. Und dann wollte sie mir auch während der ganzen weiteren Betreuung immer, also die hatte selber so eine Angst und wollte mich ständig zu Pränataldiagnostik überreden, einfach aufgrund meines Alters, weil ich schon über 35 war. Da gilt man in der Medizin als Risikopatient oder Patientin in dem Fall. Und ich habe einfach gespürt, das macht mich so traurig, weil, ich habe so eine Freude, ich habe ein gutes Gefühl, da wächst ein Baby in meinem Bauch. Und ich hatte diese Ängste nicht. Und ich wusste auch, wenn da Tests gemacht werden, da kommt ja oft eine Wahrscheinlichkeit heraus. Und dann lebt man als Mutter oder als Eltern mit einer Wahrscheinlichkeit, dass das Kind vielleicht diese oder jene Störung oder Behinderung haben könnte. Und ich – oder wir -wussten, das wollen wir nicht. Und sie hat immer wieder versucht, mich zu überreden. Und irgendwann habe ich, da stand ich weinend an der Münchner Freiheit, ich weiß es noch wie heute und habe gemerkt das tut mir einfach nicht gut. Und dann habe ich an, das war der Moment, wo ich wieder gelernt habe, meiner Intuition zu vertrauen. Weil, als Ärztin bin ich halt zur Ärztin gegangen, die Expertin, die Frauenärztin. So, und da habe ich so klar gespürt, ich gehe da nicht mehr hin. Diese Frau macht medizinisch ihr Bestes, aber sie, sie sieht mich als Risiko. Ich bin für sie ein wandelnder Risikofaktor. Und sie teilt null meine Freude auf dieses Kind. Und dann habe ich gewechselt. Und das war so eine kluge Entscheidung, weil die neue Gynäkologin war eine ganz nette. Die hat sich mit mir gefreut. Die hatte ihren Fokus nicht so auf diesen Risiken. Zumal ich weiß ja, was passieren kann. Ich bin ja Kinderärztin. Ich habe genug gesehen auf den Intensivstationen. Und allein dadurch zu merken, wie sich was verändern kann, wenn ich anders draufschaue. Wir haben eine gesunde Tochter, ott sei Dank, ich bin sehr glücklich darüber, die inzwischen 18 Jahre alt ist. Aber da habe ich so gespürt, dieses ganze Wissen, was wir im Außen suchen, das kann uns in die Irre führen. Und wenn wir da merken, gerade wir Frauen, da stimmt was nicht, dann sollten wir diesem Instinkt und dieser Intuition vertrauen und es anders machen. Deswegen ist es ein schönes Thema mit der Geburtshilfe.

Corina Klein: Ich fände es auch für Hebammen, die werden ja gerade auch so bekämpft, so wunderbar, dieses Heilwissen noch mal mit ins Boot zu nehmen, weil wir jetzt, mir ist leider das Wort entfallen. Diese Frauen, die sich wirklich mit den ursprünglichen Geburten beschäftigen, die kommen ja gerade wirklich auch über die Medien, auch über Instagram und so, wo …

Annette Müller: Meinst du das Wort Doula?

Corina Klein: Genau! Und das finde ich so genial. Auf der einen Seite haben wir wieder das Abschaffen, das Prinzip, dass man nicht möchte, dass die Leute eine natürliche Geburt machen. Auf der anderen Seite haben wir jetzt die Bewegung, die sagen, na ja, ich bin halt rechtlich gesehen keine Hebamme, aber ich zeige dir, wie die natürliche Geburt funktioniert. Und das ist ja eigentlich genau das, was wir jetzt leben wollen, dieses selbstbestimmte und ja, eine Freundin von mir hat letzte Woche entbunden, selber allein zu Hause. Ihr zweites Kind, wirklich, mit ihrem Mann. Und ich denke, mein Gott, wie genial ihr das macht.

Ruth Kohl-Munthiu: Jetzt würden natürlich viele Mediziner wieder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Und man kann ja auch sagen, dass eine schließt das andere nicht aus. Wenn jetzt jemand Angst hat und doch lieber in die Klinik geht, darf er die Doula mitnehmen. Also eine Geburtsbegleiterin, eine weise Frau, die sich auskennt mit den Prozessen und die dieser Mutter, die da ihr Kind zur Welt bringt, einfach Hilfe und Unterstützung gibt, auch psychologisch. Und dann ist die Gefahr, dass irgendwas Schlimmes passiert, viel, viel geringer. Das macht so viel aus, wenn sich eine Mutter sicher und in ihrer Kraft fühlt. Auch in ihrem Verständnis. Die Souveränität. Ich möchte, dass die Nabelschnur auspulsiert und, und, und. Ich möchte das Kind direkt zu mir haben. Das sind ja alles Prozesse. Wenn wir da nicht klar sind bei uns und nicht ganz klar sagen, was wir erwarten und was zu tun ist, dann wird mit uns gemacht.

Annette Müller: Ja, es ist auch oft, meine Tochter hat ja auch entbunden zu Hause. Ich habe sie sehr, sehr bewundert dafür, weil ich hätte den Mut nicht gehabt. Zu dem Zeitpunkt, da ich ja wie es heute wäre, weiß ich nicht. Aber da habe ich eben gesehen, was für Herausforderungen das sind und warum sie das auch gemacht hat. Also sie hat ja von vielen, vielen Freundinnen gehört, dass sie zwar Anweisungen gegeben hat in der Klinik, aber das alles anders gemacht wurde, als das vorher besprochen war. Die haben es einfach gemacht. Und wenn du da, glaube ich, hilflos liegst und dein Kind bekommst, dann kannst du auch gar keinen Einspruch einlegen. Es geht ja nicht. Da bist du ja schon ausgeliefert. Und dieses Ausgeliefertsein ist ein ganz schlimmes Gefühl. Das ist nicht gut. Deshalb eben auch wunderbar, wenn wir Ärzte ausbilden in dem geistigen Heilen, dann haben wir auch einen Weg in die Eigenverantwortung. Schön, ja.

Corina Klein: Richtig, richtig schön, ja. Auf dass noch mehr Ärzte auf den Weg kommen und Therapeuten und vor allen Dingen Hebammen, sich da vielleicht auch wirklich von dem System befreien. Und je mehr das natürlich dann auch publik wird und bekannt wird, desto mehr junge Leute kommen jetzt natürlich auch und sagen: „Hey, ich möchte eine Heilerin und eine Doula an meiner Seite haben“. Und es ist ja okay, wenn man ein paar Geräte hat, auf die man zurückgreifen kann. Aber das ist jetzt nicht die Nummer eins. Ja, schön. Wunderbar, dass ihr wieder da wart. Liebe Annette, wenn sich jetzt jemand aber wirklich als Arzt für eine spezielle Ausbildung interessiert, weil, du hast da so ein bisschen auch gesplittet, weil die da doch andere Herausforderungen haben, mit Praxis zumachen. Es geht ja dann nicht immer. Wie sieht das aus?

Annette Müller: Also dieser Blockunterricht in 14 Tagen mit einer Zusatzwoche findet am Lago Maggiore statt, in einer wunderbaren Umgebung. Da ist man dann auch im Haus selbst. Und das geht dann alles ganz schnell. Wobei du ja in deiner eigenen Ausbildung die sieben Module gemacht hast, in Bayern am Griessee, also ist das beides möglich.

Corina Klein: Schön. Also vielen Dank, dass ihr da wart und bis hoffentlich bald wieder.

Annette Müller: Danke schön.

Corina Klein: Danke euch, liebe Zuschauer. Ja, wunderbar, das altes Wissen und natürlich Wissen aus verschiedenen Ebenen wieder zu integrieren in unsere eigene Gesundheit und natürlich auch Selbstverantwortung. Ich hoffe, sie konnten einiges mitnehmen. Vielen Dank fürs Zuschauen. Bis bald.

Episode #75: Heiler – Eine Berufung für die ganze Welt

Episode #72: Heilerausbildung – Einblicke in die Inhalte

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Intro: Die Evolution lehrt uns, dass nur der optimal Angepasste in der Natur überlebt. Doch wie angepasst müssen und dürfen wir Menschen in unserem Geist sein, damit Menschlichkeit wieder Einzug erhält in Unternehmen und in unser Verhalten? Diskutieren Sie gedanklich mit, wenn die Publizistin und Bewusstseinsevolutionärin Annette Müller sich im philosophischen Diskurs Gedanken zur Menschlichkeit und zum Sinn des Lebens macht und Antworten auf die dringenden Fragen der Zeit gibt.

Corina Klein: Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute zu unserem Gesundheitsfernsehen. Wir sprechen mal über eine ganz besondere Art der Ausbildung. Was, wenn einen so ein bisschen der innere Ruf anklopft, den Menschen im Leben doch was mitzugeben, was einen wirklich selber auch erfüllt und eine Freude und ein geschenkbringendes Leben in sich erfüllt? Und da ist die Heilerausbildung natürlich wunderbar. Und wir haben heute zwei wundervolle Frauen, die uns mal erklären, wie dieser Weg gehen kann. Freuen Sie sich drauf!

Corina Klein: Hallo liebe Annette und liebe Anja, schön, dass ihr wieder da seid. Wir hatten schon einige Interviews und ich freue mich, dass wir heute mal in die Tiefe der Ausbildung einsteigen.

Annette Müller: Ja, vielen Dank für die Einladung. Wir freuen uns sehr. Es ist uns eine Ehre.

Corina Klein: So, jetzt ist er bei dir, Annette, wir kennen uns jetzt schon seit ein paar Jährchen. Ich habe unglaublich viele Interviews mit dir gemacht, aber auch Videos gesehen. Heiler, die du ausgebildet hast, Dozenten, die jetzt selber Heiler ausbilden und unglaublich viele Sparten. Ob jetzt eine Hauptkommissarin oder eine Chefsekretärin im DAX Konzern, ja, Lehrer, Rektoren. Es ist wirklich unglaublich, wie viele … Kfz Meister. Wir haben auch einige Männer schon hier gehabt, die wirklich Unglaubliches berichtet haben. Und eine Studie hast du auch gemacht, die ausgewertet wurde. Von der Uni Essen?

Annette Müller: Genau.

Corina Klein: Also, da sieht man schon wirklich einen Film hast du gedreht, hast 18 Preise dafür bekommen. Also, da ist schon richtig bei dir was passiert. Und noch die am Lago Maggiore. Die Klinik, die Klinik und die Ausbildungsstätte dort. Ja, also mega. Man kann eigentlich im Grunde eine halbe Stunde nur erzählen, was jetzt schon alles lief die letzten Jahre. Und wir hatten auch schon Sendungen über die „Heiler ohne Grenzen“, wo ihr ja wirklich in Sri Lanka, Mexiko, überall wart. Und jetzt würde ich aber heute gerne mal wirklich mit dir einsteigen, Anja, weil du selber ja Dozentin mittlerweile bist, ja und den Weg gegangen bist von der Ausbildung. Wie geht es dir denn jetzt als Dozentin? Also, wie fühlt man sich eigentlich so vom Schüler, nachher dann wieder vorne zu stehen und den Menschen mitzugeben?

Anja Gschwendtner: Ja, das ist noch mal was ganz was anderes, wenn man so eine Ausbildung durchläuft. Und meine Motivation war letztendlich, dass ich irgendwas in meinem Leben hinterlassen möchte. Ich habe immer überlegt, was ist der Sinn meines Lebens. Das habe ich dann irgendwann nach Jahren mal für mich selbst erfahren, dass es eigentlich ist, glücklich zu sein und ein erfülltes Leben zu führen. Und für mich war es dann einfach auch wichtig, durch das, dass ich keine Kinder habe, keine Geschwister, was zu hinterlassen. Und dann durfte ich nach der Ausbildung Assistentin werden und dann letztendlich dann auch Dozentin. Und da möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei dir bedanken. Du weißt, wie wichtig mir das ist und wie viel mir das bedeutet. Weil, es ist glaube ich wichtig, Menschen auf den eigenen Weg zu bringen. Den Weg der Entwicklung. Der Weg der Entwicklung beim Menschen ist deswegen so wichtig, weil wir, ja, das Leben ist ja geprägt von Weiterentwicklung. Und je mehr wir den Menschen an die Hand geben, als in meinem Fall als Dozentin, desto mehr können sie in einer Art und Weise ihr eigenes Leben entwickeln. Und je mehr wir die Menschen in ihrer Eigenermächtigung dazu anspornen und anleiten, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das ist für mich was ganz Wichtiges. Also, ich möchte nicht Klienten oder Schülerinnen und Schüler an mich binden, sondern ich möchte, dass sie ihren eigenen Weg gehen. Und das ist das, was mich so erfüllt im Dozentendasein. Dozentin zu sein, zu sehen, wie sie sich im Laufe der Ausbildung entwickeln.

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Corina Klein: Der Weg zu euch, finde ich ja auch immer noch so magisch. Ich habe ja schon so viel Geschichten gehört, auch im eigenen Freundeskreis. So wo man dann auf einmal sagt, oh, dann fliegt einem eine Zeitschrift aus der Mülltonne von der Nachbarin vor die Füße und dann klatscht auf einmal deine Werbung auf und der Ruf ist ganz klar da. Ich wusste, du warst beim Friseur. Ja, auch das brauche ich dann natürlich, auch dieses Thema. Oh ja, ich möchte eine Ausbildung machen, aber wie soll ich das bezahlen? Da habe ich jetzt schon so viele Fälle, die einfach ein Erbe bekommen haben aus irgendeiner Ecke oder da kommt irgendwo das Geld her, wo du im Leben nicht mit gerechnet hättest. Und was hattest du jetzt so in deiner Ausbildung oder vielleicht auch bei deinen Schülern für Geschichten, wo du sagst, das ist auch wieder so ein Zauber, was da passiert?

Anja Gschwendtner: Ja, das ist auch, was du erzählt hast. Es passiert ganz oft, dass die Schülerinnen erzählen, Ich weiß gar nicht wo. Ich wusste nicht, wie ich mir das leisten kann. Und es gibt tatsächlich die Möglichkeit, dass man die Summe nicht auf einmal bezahlen muss, sondern dass man das eben auch in Raten abbezahlt. Und hat eine Schülerin erzählt, dass sie gerade diese, diese erste Summe zusammen hatte, um diese Ausbildung zu starten und plötzlich dann von einer Tante, die sie gar nicht, Großtante oder so, die sie gar nicht groß kannte, die hatte dann sozusagen ihr Erbe noch mal so ausgeschüttet und hatte genau den Betrag bekommen, den sie braucht für diese Ausbildung. Und das hören wir immer wieder. Und das ist für mich so etwas, das das Leben für uns immer die Dinge bereithält, die wir erfahren sollen und dürfen. Und das ist dann immer das Schöne, dass dann solche Dinge tatsächlich passieren.

Corina Klein: Jetzt ist ja gerade in dieser Branche so das Thema immer wieder, wie eben Du hast ja gesagt: glücklich. Also was macht mich glücklich? Dann stellen wir uns natürlich auch die Frage: Ist es das Materielle? Dann fangen wir an mit vielleicht auch Coaching Ausbildungen. Dann müssen wir dafür natürlich auch einen Lohn und Wert Geld verdienen. Und gerade bei dem Thema Heiler, ich kann mich daran erinnern, wir hatten schon mal ein Interview darüber gemacht. Aber wie siehst du das mit diesem ganzen Thema wirtschaftlich? Der eine sagt ja, Heiler müssen ja nur geben! Du hast ja wirklich auch hier ein Projekt, wo ihr schenkt Heilsitzungen. Und auf der anderen Seite haben wir natürlich auch als Businessfrau, die sagt, na ja, ich mache das jetzt schon auch ich habe meinen, meine Sitzungen und vielleicht kannst du dazu auch ein paar Worte sagen, gerade für die, die sich überlegen, kann ich eine Ausbildung machen?

Annette Müller: Es ist tatsächlich so, wenn du jemandem Heilung bringst, das ist nicht bezahlbar. Das ist, das kannst du mit Geld nicht aufwerten. Also, wenn ich mal sehr frech bin und jemand sagt, das sei teuer, was weiß ich, 120 bis 150 € für eine Heilsitzung zu zahlen. Der geht schmerzfrei raus. Dann frage ich dann manchmal: Ja, was geben Sie mir denn, damit ich es nicht mehr rückgängig mache? Und dann erschrecken die Leute und denken, oh, Wissen und merken genau, Haus und Hof wäre noch nicht mal genug dafür. Weil, was ist der Wert der Gesundheit? Was ist der Wert von Schmerzfreiheit? Was ist der Wert von wieder ins Leben gehen zu können? Wieder wirksam zu werden? Also, was ist der Wert? Es ist nicht mit, mit Geld aufzuwerten. Und deshalb ist es wichtig, dass die Heiler, die von uns ausgebildet sind, dass sie auch ihren Preis dafür verlangen. Weil, warum sollte ich mit etwas mein Geld verdienen? Also, Geld verdienen bedeutet, ich muss meine Miete zahlen, ich muss mein Essen kaufen, ich muss die Kinder davon zur Schule schicken. Ich muss meine Versicherung zahlen, mein Auto finanzieren. Und so weiter und so fort. Jemand, der im Nagelstudio arbeitet, der muss auch sein Leben davon finanzieren. Und er verdient jetzt zum Beispiel auch nicht so viel, wie jetzt zum Beispiel ein Heiler in der Stunde nimmt. Ja, und wir verdienen unser Geld mit so viel Schlechtem, mit so vielen Dingen, die schaden.

Corina Klein: Und das wird nie in Frage gestellt.

Annette Müller: Das wird dann nie in Frage gestellt. Meistens ist es sogar so, dass er am meisten Geld damit verdient wird, mit dem, was am meisten schadet. Schauen wir doch bitte die Rüstungsindustrie an. Das meiste Geld wird mit Blutvergießen verdient und dann wird das Geld von einem Heiler in Frage gestellt.

Corina Klein: Also, das ist wirklich, ist es sicherlich auch ein Stück weit wieder dieses Manipulationsthema dabei, dass man sagt, ahhh …

Annette Müller: Trotzdem, mal wirklich genau hingucken. Und das infrage stellen und ganz einfach mal einen Rotstift ansetzen und das ganz genau ausrechnen und dann gucken: Was tue ich Gutes, wenn ich Menschen tatsächlich von Krankheit, Leid und Schmerzen befreie? Das ist nicht bezahlbar.

Corina Klein: Ich denke, es ist auch für einen selber als Therapeut oder als Heiler dieses Gefühl nicht bezahlbar. Ich habe ja auch ein Video mal von euch gesehen, wo einfach ein Mann aufgestanden ist nach einer Heilsitzung und auch die Freude, die auch die Heilerin … so. Also, da dachte ich mir auch, als ich das Video gesehen habe: Wer ist denn jetzt mehr geheilt vom, vom Ding her? Weil diese Euphorie, natürlich diese Mitfreude, das löst ja einem, in einem selber auch unglaublich viel aus.

Anja Gschwendtner: Mich erfüllt es immer wieder. Egal, ob ich Klienten bei mir in der Praxis habe, wo ich mich mitfreue mit denen, wenn, wenn etwas besser werden darf oder sogar möglicherweise ganz verschwindet. Ein Schmerz oder wie auch immer an Symptomen oder auch dann eben in der Ausbildung als Dozentin, dass ich sehe, was es mit den Schülern macht. Weil wir ja nicht nur den Lehrstoff vermitteln, sondern wir fangen vom ersten Wochenende an, den, den Schülern sich selbst zu erfahren, in dem, dass sie sich gegenseitig Heilsitzungen geben und das, was sie gerade erlernt haben, gegenseitig dann anwenden. Und da sieht man dann auch, was es im Laufe der Ausbildung für die Schülerinnen und Schüler bedeutet, die teilweise auch mit ihren Themen kommen und möglicherweise die Ausbildung gemacht haben, weil sie körperliche Probleme haben und das möglicherweise auch schon seit Jahren. Und wenn die dann nach eineinhalb Jahren rausgehen und sagen: „Ich habe mich nicht nur so sehr entwickelt und bin jetzt Heilerin und Heiler, sondern ich bin heil geworden. Ich habe die und die Probleme nicht mehr.“ Dann ist es etwas, was mich wirklich erfüllt. Und das ist für mich auch Erfüllung in meinem Leben, Menschen dahin zu entwickeln und zu begleiten.

Corina Klein: Was ich sehr schätze an deinen Dozenten und auch an dir, dieses bodenständige und auch gar kein Thema, irgendwas mit Guru oder irgendwas, was wir auch oft, was ich auch schon oft gesehen habe. So nach dem Motto: Jetzt kommt der Guru, der heilt alle. Was sagst du denn deinen Dozenten und auch den Schülern, wer heilt hier eigentlich? Also, dieses Ego Thema spielt bei euch irgendwie gar keine Rolle. Also, zumindest habe ich es noch nie so wahrgenommen.

Annette Müller: Es ist schon sehr bodenständig, das ist schon sehr richtig. Also, wenn klar ist, dass das, was wir vermitteln, nicht irgendwie jetzt was Magisches ist oder etwas, was so unglaublich außergewöhnlich ist, was dich von anderen unterscheidet. Sondern wenn klar ist, dass das die eigentliche Natur des Menschen ist. Der eigentliche Wert des Menschen, dass wir das, dieses Potenzial alle haben und alle mitbringen. Dass wir zum Beispiel, wenn wir jetzt sagen würden: „Du kannst fliegen, aber dafür musst du jetzt das Fahrradfahren vergessen.“ Ja, dann kannst du das nicht so einfach, Ja, sondern du musst auch hier verlernen, dass du nicht heilen kannst. Das geht nur über die Erfahrung, über das tatsächliche Anwenden dieser Methoden und der Selbsterfahrung. Aber ich kann das auch, wenn dein Geist zweifelt, wenn dein Ego zweifelt. Das spielt überhaupt keine Rolle. Ja, wenn du ins Wasser gehst, dann wirst du nass. Und hier ist es so: Wer bei uns diese Ausbildung macht, diese Methoden lernt, der kann das. Da gibt es keinen Zweifel dran. Das ist so und ob da jetzt das Ego mit drin ist oder nicht mit drin ist, das interessiert kein Mensch. Ja, es kann auch jemand heilen, der voller Egoismus sagt Ich bin der Größte. Es geht auf jeden Fall. Er kann genauso heilen wie jemand, der sagt: „Oh, ich bin das Lieschen Müller. Ich bin sittsam und rein wie das Veilchen im Moose oder die Rose“. Das geht genauso, es geht. Hauptsache, man macht es. Und von daher gesehen ist das eigentlich egal. Und wenn ich Hilfe suche und Hilfe finde bei dem, der im Ego ist und sagt, ich bin der Größte, das ist mir das auch egal. Und wenn ich dann Hilfe komme bei Lieschen Müller, die ja ein Veilchen ist und heilt, ist das auch egal. Es geht um die Heilung, es geht um das Ergebnis. Es geht um das, was wir erzielen. Hat es deine Frage beantwortet?

Corina Klein: Ja. Ja. Schön. Was ich auch noch bei dir interessant finde, die Kombination dann doch mit Konzern Aktivität. Also, was hast du da für Erfahrungen gemacht? Und in welche Richtung könnte es vielleicht auch in der Zukunft gehen? Vielleicht guckt auch ein Unternehmer zu und oder ein Teamleiter, der sagt wo könnte ich die Arbeit auch einsetzen?

Anja Gschwendtner: Für mich ist es als Mensch immer elementar wichtig, bodenständig, wahrhaftig und ehrlich zu sein. Und das ist etwas, was wir Menschen, glaube ich, möglicherweise lernen müssen, um wieder zu unserer eigenen Natur zurückzukehren, dass wir Menschen sind. Und in so Konzernen oder generell in Firmen ist es oftmals so, dass man nicht immer wahrhaftig und ehrlich und authentisch sein kann, weil es möglicherweise in diesen Strukturen nicht immer sonst so funktionieren würde. Weil wir einfach eine Gesellschaft sind, die wie auch immer zusammengewürfelt funktionieren muss. Da muss man sich manchmal auch ein bisschen zurücknehmen. Aber mir ist es wichtig, einfach bodenständig, authentisch und menschlich zu sein. Und wenn man das widerspiegelt, dann finden einen auch die Leute. Und dann ist es kein Tohuwabohu oder Hokuspokus, sondern dann ist es einfach letztendlich eine Dienstleistung, die man erbringt. Egal ob man jetzt Heilpraktiker, Osteopath oder Heilerin ist, wo man hingeht, wo man ein Angebot anbietet, was im besten Falle die Selbstheilungskräfte der Klientin oder des Klienten anregt, was dann zur Linderung führt. Und das ist was, was ich mir da einfach wünschen würde. Und da habe ich Gott sei Dank eine Führungskraft, die da so offen ist und so authentisch, die sagt, man kann nur die bestmögliche Leistung bringen, egal in welchen, in welcher Firma, in welchem Konzern oder in welcher Abteilung, wenn man sich wohlfühlt und wenn man so sein kann, wie man möchte. Es gibt jetzt dieses große Thema Diversity. Ja, und es gibt dieses große Thema „Für was stehen wir eigentlich?“ Und das Wichtigste ist, dass wir Werte haben, dass wir wirklich für Werte stehen und dass wir unsere Werte nicht nur verbal äußern, sondern dass wir unsere Werte leben. Und je mehr wir unseren Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit lassen, authentisch zu sein, also selbstbewusst sich selbst bewusst sein und sich in, in dem, wie sie sind, woher sie kommen, in ihrer Herkunft, mit ihrer Kultur, mit all dem, was das Leben aus Ihnen gemacht hat. Wir sind ja, jeder Mensch ist ja die Summe seiner Erfahrungen. Und wenn wir diese Wertschätzung jedem Menschen, dem wir begegnen, entgegenbringen, haben wir auch die Möglichkeit, den anderen so anzunehmen, wie er ist, weil wir wissen, dass irgendetwas aus seiner Vergangenheit ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist. Und da kommen dann eben auch entsprechend die Werte ins Spiel und jede, jede Firma hat ihre eigene DNA, möchte ich sagen. Jede Abteilung tickt auch ein stückweit anders. Und das ist das Spannende.

Corina Klein: Mhm, ja, super. Wenn ich jetzt mich mit der Ausbildung auseinandersetzen möchte, ob ich jetzt Arzt oder Therapeut bin oder einfach, wie du schon sagst Lieschen Müller, ja, auf was kann ich mich denn da einstellen? Was sind denn so die Inhalte, die ihr vermittelt?

Anja Gschwendtner: Also, es gibt zwei verschiedene Ausbildungen. Ich bin jetzt als Dozentin ein großer Fan davon, die Modulausbildung zu unterrichten. Die dauert im Schnitt eineinhalb bis zwei Jahre. Vielleicht möchtest du später dann auch noch kurz über den KAR sprechen? Und wir haben sieben Wochenenden, wo jedes Wochenende am Freitagabend 18:00 Uhr startet, mit so einer kleinen Feedbackrunde. Das heißt, wie ist es den Schülerinnen und Schülern ergangen vom vergangenen Modul zu jetzt? Was haben sie erfahren? Was, was beschäftigt sie? Welche Heilerfolge hatten sie? Das teilen wir dann am Freitagabend in der Runde. Und dann hat jedes Modul-Wochenende, hat ein gewisses Motto, würde ich mal sagen. Also einen, einen Lehrinhalte den wir an diesem Wochenende vermitteln. Und das ist eine sehr fundierte Ausbildung, die Annette eben im Laufe der Jahre nicht nur entwickelt, sondern weiterentwickelt hat. Wo man zum Beispiel ein Wochenende rund um das Thema Atlas hat. Da ist dann die Anatomie mit drin. Wie kann man den Atlas erfühlen? Was gibt es für eine Heilmethode, um eine energetische Atlas Repositionierung zu machen? Ja. Oder auch ein Wochenende, wo wir uns mit dem Thema Morphic Renaissance beschäftigen. Das ist ein, ein Thema, da gehen wir zurück bis zum Zeitpunkt der Zeugung, um dort eine gewisse Energie zu setzen, die bis ins Hier und Jetzt eine gewisse Veränderung bringt. Und so gibt es eben ganz viele verschiedene Techniken, die dann entsprechend pro Wochenende sinnvoll zusammengefasst wird.

Corina Klein: Ja, faszinierend. Also, meine Freundin macht ja jetzt auch bei dir die Ausbildung, weil sie das dann auch natürlich über die Interviews, dich kennengelernt und ich bin da jetzt auch so ein bisschen, ja immer wieder froh, wenn ich so ein bisschen Dummy sein darf und bin natürlich auch fasziniert davon, was da alles passiert. Wenn man jetzt aber sagt, man möchte, man ist eher so der Kurzplaner. Ich möchte möglichst schnell viel Input in kurzer Zeit. Oder eben auch Ärzte, du bildest ja eben Ärzte aus. Die können jetzt nicht eineinhalb Jahre warten, die wollen das jetzt vielleicht intensiv einmal erfahren.

Annette Müller: Wir haben also extra für die Therapeuten und für die Leute aus medizinischen Berufen eine Intensivausbildung zusammengestellt mit, unter der Mitarbeit einer Ärztin, die genau gesagt hat, was sie braucht, weil die eben nicht so viel Zeit haben. Und das sind 14 Tage am Stück. Diese Ausbildung, die findet am Lago Maggiore statt, in einer ganz tollen Umgebung auch. Und da konzentrieren wir uns wirklich auf Wirbelsäule und auf den Atlas. Und jeder, der das dort gemacht hat in den ersten zwei Wochen kann dann tatsächlich in der eigenen Praxis so weit gehen, dass er den Atlas energetisch wieder in die richtige Position bringen kann. Was also wirklich grundlegend ist für eine Heilung und ein Fundament für ein gesundes Leben und für auch insbesondere ein gesundes Gehirn.

Corina Klein: Mhm.

Annette Müller: Und dann hat man noch den sogenannten spooky Teil, der dann in der dritten Woche dann kommt, die wir eben auch über das Jahr verteilt anbieten. Die kann man dann wahlweise, kann man den dazu buchen und hat dann auch die amazingGRACE Masterhealer abgeschlossen, wenn man diese drei Elemente zusammen absolviert hat. Und da kommen dann eben diese Sachen dazu, wie zum Beispiel Morphic Renaissance, Zurückgehen zum Zeitpunkt der Geburt, da auf der genetischen Ebene etwas zu verändern. Ganz wichtig ist dann ein längerer Prozess, bis sich das dann eben ändert. Aber das ist schon sehr, sehr kraftvoll oder zum Beispiel ganz wichtig eine Diagnose Löschung, weil die Diagnose ja zu einer self-fulfilling prophecy werden kann. Also, es ist ja, manchmal ist ja die Diagnose schädlicher als die Krankheit selbst. Ja, das ist ja ganz oft der Fall. Oder zum Beispiel auch diese Entstrahlung und diese Entstörung. Dass eben bestimmte Störfrequenzen, die in Orten oder über technische Geräte eben dann zu uns kommen, dass das neutralisiert wird oder eben dann auch Narbenentstörung zum Beispiel. Da haben wir ja hier auch schon Interviews gehabt, wo also wirklich diese wulstigen Narben dann plötzlich ganz, ganz flach wurden und nicht mehr wehgetan haben und nicht mehr gestört haben. Also, das ist schon auch sehr schön.

Corina Klein: Habt ihr irgendwie eine Übersicht, wo man sich da reinlesen kann? Noch mal?

Annette Müller: Ja, man kann sich die Broschüre schicken lassen. Das ist eine sehr dicke, umfangreiche Broschüre. Da ruft man bei uns an oder man geht ins Internet und füllt das Kontaktformular aus und bittet um Zusendung der Broschüre. Und da sieht man dann auch, wie diese beiden Ausbildungen aufgebaut sind. Also, die KAR, also Karmic Atlas Release unter Umständen und möchte dann eben mit diesem dritten Block oder dann eben auch diese sieben Module verteilt über eineinhalb bis zwei Jahre.

Corina Klein: Schön, stehen definitiv auch die ganzen Lehrinhalte mit dabei. Und manche Schülerinnen die warten und sagen: „Ich brauche das unbedingt. Wann kommt endlich Modul drei dran“?

Corina Klein: Ich freu mich jetzt auch, Ja, genau. Keine Sorge, das wird die nächste. Dann werde ich der nächste Termin. Da freu ich mich schon drauf.

Annette Müller: Ja, Ja, das geht unter die Haut. Das ist wirklich eine Methode die geht sehr tief. Sehr heilend.

Corina Klein: Super. Also, vielen, vielen Dank. Schön, dass ihr wieder da wart. Und ja, bis hoffentlich bald.

Annette Müller: Ja, Danke schön.

Corina Klein: Liebe Zuschauer, ja, wunderbare Berufsmöglichkeiten eröffnen sich da. Und umso schöner, wenn man es vielleicht auch wirklich in den Alltag integrieren kann und seinen Hauptberuf nebenbei noch auch ausüben kann. Ich hoffe, Sie konnten auch wieder einiges Inspirierendes für sich mitnehmen. Vielen Dank fürs Zuschauen.

Episode #75: Heiler – Eine Berufung für die ganze Welt

Episode #71: Heiler ohne Grenzen in Sri Lanka

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Intro: Die Evolution lehrt uns, dass nur der optimal Angepasste in der Natur überlebt. Doch wie angepasst müssen und dürfen wir Menschen in unserem Geist sein, damit Menschlichkeit wieder Einzug erhält in Unternehmen und in unser Verhalten? Diskutieren Sie gedanklich mit, wenn die Publizistin und Bewusstseinsevolutionärin Annette Müller sich im philosophischen Diskurs Gedanken zur Menschlichkeit und zum Sinn des Lebens macht und Antworten auf die dringenden Fragen der Zeit gibt.

Corina Klein: Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute in unserem Gesundheitsfernsehen. Wir gehen heute mal auf eine Reise mit besonderen Heilern, vor allen Dingen nach Sri Lanka. Wir haben heute Annette Müller bei mir, die wirklich Unglaubliches bewegt hat. Eine Brückenbauerin zwischen ja, der Heilarbeit und der Schulmedizin und welche Brücken sie noch gebaut hat, das erfahren Sie gleich. Bleiben Sie dran.

Corina Klein: Hallo liebe Annette, liebe Anja! Schön, dass ihr beide da seid.

Annette Müller: Wir freuen uns sehr. Vielen Dank.

Corina Klein: Das letzte Mal, wo wir Interviews geführt hatten, wo wir uns gesehen haben, warst du eigentlich so kurz davor, diese Sri Lanka Reise zu planen. Und bisher warst du ja immer in Mexiko und in Indien. Genau. Und was waren jetzt so die besonderen Herausforderungen da? Damals, wo wir uns gesehen haben, war gerade alles noch so ein bisschen in der Planung. Ich glaube, du warst noch kurz davor, rüber zu reisen, um alles zu klären. Vielleicht kannst du uns da noch ein bisschen mitnehmen.

Annette Müller: Ja, es ist Heiler ohne Grenzen, ist eben diese karitative Organisation, wo wir Heiler in Ausbildung und fertige Heiler eben dann sagen, wir reisen in Länder, wo wir helfen können, wo wir unsere Heilmethoden und Sitzungen kostenlos anbieten. Wir waren also zweimal in Indien, in Pondicherry, dann waren wir jetzt viermal in Mexiko und auch einmal auf Sri Lanka. Und Sri Lanka, das hat sich entwickelt aus Indien. Da hat also eine Schülerin, die mit einem Mann aus Sri Lanka jetzt zusammen ist, gesagt: „Kommst du nach Sri Lanka? Wir können das hier gebrauchen. Schau mal, was wir hier machen können. Ob wir das also auf die Beine stellen können hier im Camp.“ Und dann bin ich von Indien 2020 eben nach Sri Lanka geflogen und habe mich da umgeschaut. Das war ganz interessant. Da gab es einen Facebook Kontakt. Ein fremder Mann, eine fremde Familie, Österreicher, Tiroler. Die haben sich mit mir in Verbindung gesetzt und haben gesagt: „Wow, das ist super. Was ihr da macht, ist fantastisch. Wir sollten uns treffen. Ich lebe seit 30 Jahren hier auf der Insel. Ich habe die besten Kontakte und ich wüsste da auch schon so einen ganz tollen Ort.“ Und ich dachte mir, na ja, also ich meine, treffen kannst du dich ja mal mit den Leuten. Und dann bin ich angekommen und am nächsten Tag sind wir zusammen essen gegangen und das war dann so inspirierend und so wunderbar, dass ich dann gleich am nächsten Tag mir diese Location angeschaut habe und war dann wirklich wie vom Donner gerührt und habe in einem Paradies gestanden. So ergreifend, so emotional. Und zwar wurde da ein alter Palast aufgebaut als Filmkulisse. Und in dieser Filmkulisse wurde der Film gedreht: Siddhartha Gautama Buddha. Und zwar von der Geburt an bis zu seiner Geschichte, bis er dann eben Buddha geworden ist. Also Siddhartha ist als Prinz dort eben geboren worden und aufgewachsen. Und diese Filmkulisse ist so zauberhaft und so magisch, dass ich mir, dass ich wusste: Das ist der Ort! Hier wird dieses Camp stattfinden. Und dann habe ich erst den Inhaber getroffen. Da haben wir über alles gesprochen Was ein Riesending gewesen ist, ist das richtige Hotel zu finden. Oh Gott! Also, das sind große Herausforderungen. Das ist, das ist wirklich gar

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Annette Müller: Und jetzt dann, im Jahr 2024, Januar 24, konnte das stattfinden, was eigentlich 21 hätte stattfinden sollen. Und ich bin mit 35 Heilern nach Sri Lanka gereist und habe eben das Camp, den Campus „Heiler ohne Grenzen“ dort stattfinden lassen können, also durchführen können. Und der Campus ist eben so, dass die Schüler und die Absolventen dort eben hingehen, sich selbst erfahren, die Heilarbeit Verfahren vertiefen, vor Ort. Praxis erleben, erfahren, ganz viel Selbstvertrauen gewinnen und mit einer unglaublichen Erfahrung und einem unerschütterlichen Selbstvertrauen in diese Heilung eben auch zurückkehren. Und es verändert also wirklich alles. Verändert das Selbstbild und man erlebt so viele magische Momente, so viele Wunderheilungen. Und Anja war eben mit dabei. Sie war auch in 2020 in Indien mit dabei. Und jetzt 2024 auf Sri Lanka. Ja.

Corina Klein: Ja, wir hatten ja schon wunderbare Interviews. Bei dir ist ja wirklich das Schöne, du verbindest wirklich Business, also bist ja Chefsekretärin in einem DAX Konzern, aber hast deine eigene Praxis. Und ja, die Kollegen wissen natürlich auch schon, wo sie hinkommen müssen, wenn die ersten Migräneanfälle kommen. Du warst aber auch, wie gesagt, schon das zweite Mal dabei. Was hat dich denn so bewegt, dass du gesagt hast, ich muss das noch mal erleben? Muss ja …

Anja Gschwendtner: Ja, also ich war ja in Indien mit dabei und es war so eine wirklich für mich, eine bewusstseinserweiternde Erfahrung, vor allen Dingen, was es mit mir selbst gemacht hat. Und das wollte ich einfach ein zweites Mal wieder erleben. Bin dann wieder den Weg gegangen, mich zu bewerben. Durfte dann mit nach Sri Lanka fliegen und es ist jedes Mal so außergewöhnlich. Man weiß nie, was passiert, man kennt die Location nicht, man kennt die Leute nicht. Wer kommt vor allen Dingen auch mit welchen Themen, die die Esperenten kommen. Und es ist einfach jedes Mal wieder so unglaublich mitzuerleben, was da passieren kann. Und es sind wirklich wahre Wunder geschehen. Und das ist lebensverändernd für jemanden.

Corina Klein: Du hattest mir im Vorfeld ein Video geschickt, ob wir das einblenden können. Aber da hatten wir doch so viele Stör- und Nebengeräusche, dass es leider nicht fürs Fernsehen geeignet war. Aber du warst da ja total berührt von, vielleicht kannst du das noch mal wiedergeben.

Anja Gschwendtner: Also, wir haben ja nicht jeden Tag die Heilsitzungen durchgeführt, teilweise von morgens bis abends so sechs sieben Heilsitzungen pro Liege. Also, wir hatten 33, 35 Heilerinnen und hatten und Heiler und hatten verschiedene Liegen und wir haben uns immer zu dritt an einer Liege zusammengefunden. Das hat Annette recht clever gelöst. Da ist immer jemand gewesen, der bereits die Ausbildung beendet hatte, jemand, der gerade noch in Ausbildung war und letztendlich auch jemand, der Englisch konnte. Weil wir hatten ja auch natürlich in Sri Lanka diese, oftmals diese Sprachbarriere, weil nicht jeder Englisch sprach. Also, wir hatten dann auch Übersetzer vor Ort. Und bei mir sind auch einige Dinge passiert. An der Liege mit, mit meinem Team, an der Liege. Aber das war die Situation, dass ein, ein Mann kam, ein junger Mann und er sprach doch sehr gut Englisch und hatte, früher war der Schwimmer, Berufsschwimmer, sag ich mal, und er hatte einen ganz starren Körper. Der hat gesagt, nachdem er aufgehört hat zu schwimmen, war das alles ganz massiv. Der hat solche Muskelschmerzen gehabt, dass er teilweise gar nicht vernünftig laufen konnte, also auch kaum schmerzfrei war. Und bevor wir angefangen haben, den zu beheilen, sagte er zu mir: „Can you also do something health mental for me?“ Also, dann habe ich ihn gefragt, ja, natürlich, auf mentaler Ebene, auf mentaler Ebene. Und er hatte erzählt, dass er ein Jahr zuvor seinen kleinen Sohn verloren hatte. Und ja, wir haben dann angefangen. Wir haben dann die Methode SKY angewandt, aber nicht in diesen Prozess, den wir ja schon mal erläutert haben, sondern einfach im stillen SKY. Und wir haben dann gesehen, wie er sich, er hatte ja die Augen geschlossen, wie er sich immer mehr entspannt hat und wie dann auch der ganze Körper sich entspannt hat. Und wie wir dann mit der Sitzung vorangeschritten sind, hatte ich so das Gefühl, dass irgendjemand, ich möchte mal sagen irgendjemand da war. Also, ich hatte so das Gefühl, irgendwie wäre hier jemand, ohne dass ich jetzt irgendwie hellsichtig bin und jetzt irgendwie was wahrnehmen könnte. Und wie er dann wieder die Augen aufgemacht hat nach der Sitzung, hat er so Tränen in den Augen. Und wir haben ihn gefragt, wie es ihm denn geht. Und er hat gesagt, dass sein kleiner Sohn an der Liege steht und das hat uns total berührt. Und das war also das, was ich eben auch wahrgenommen habe. Und er erzählte dann, dass er jetzt einfach auch wieder diese Hoffnung hat, dass sein Sohn in einer anderen Form lebt und eben da ist und dass er ihn nicht verloren hat, sondern dass er immer noch bei ihm ist und dass es ihm wieder Hoffnung gibt. Und der Körper hat sich dann auch so entspannt und da gingen einfach so viele Emotionen auch durch SKYourself aus ihm raus und wir waren damals so berührt. Wir haben dann also wirklich, ich glaube zehn Minuten alle nur geweint. Und man muss sich die Situation vorstellen: Die Menschen kommen in so einem „Heiler ohne Grenzen Camp“, sind letztendlich Fremde und wir sind für die Fremde. Da kommt eine Gruppe aus, überwiegend aus Deutschland, Österreich, Schweiz, aus Europa. Und die Menschen geben sich so hin in diesem, in diesem Vertrauen, nicht zu wissen, was denn da passiert. Und das ist, das ist alles andere als selbstverständlich. Und wir haben uns dann noch ganz lange umarmt und er hat tatsächlich so weniger, also viel weniger Schmerzen gehabt. Und das war dann der, der junge Mann, der dann auch fast jeden Tag kam und hat gesagt Ihr habt uns oder mir so weitergeholfen, körperlich und mental. Und er kam fast jeden Tag und hat uns geholfen zu übersetzen. Also, für die Menschen, die kein, kein Englisch konnten, hat er immer dann eben für uns übersetzt und war dann eigentlich fast bis zum Ende des Camps immer wieder bei uns. Und das ist etwas, was einen wirklich sehr, sehr berührt. Und das ist natürlich auch für mich wichtig, so was nicht nur für mich selbst zu erfahren, sondern einfach da auch unterstützen zu können. Menschen, die Heilung erfahren können und in den allermeisten Fällen auch erfahren, die anderweitig nicht die Möglichkeit gehabt hätten, wären wir nicht da gewesen im Camp.

Corina Klein: Mhm. Wenn ich dich so sprechen höre, das ist ja und auch überlege, was macht uns Menschen eigentlich glücklich? Was erfüllt uns im Leben? Warum sind wir eigentlich da? Da wird ja eigentlich unser tiefster Urinstinkt, dieses Geben, dieses Schenken, dieses, wird ja da total, du bist ja wahrscheinlich in so einem, in so einer All-Liebe könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass man dann komplett raus aus dieser Matrix würde ich fast schon sagen. Da bist du, hast du kein Thema mehr oder wie würdest du es, also gerade wenn man zum Thema Glück.

Annette Müller: Ja, also, der Fluss trinkt sich nicht selbst. Und der Baum isst auch seine eigenen Früchte nicht. Nee, also das ist eben so, die Natur verschenkt sich im Überfluss, im absoluten ÜberÜberÜberfluss. Und wir Menschen sind Teil der Natur und unser Wesen ist es zu geben, uns zu verschenken, kreativ zu sein. Und das ist das, was wir hier wirklich so, so direkt und ohne zwischen ohne irgendwelche Mindtrips oder irgendwie sowas einfach erleben. Da ist auch oft ist diese Sprachbarriere keine Barriere, sondern dadurch, dass man sich nicht verstehen kann, auf der, auf der verbalen Ebene, ist eine ganz andere Beziehung da, die viel direkter ist als über die Sprache. Ja, und das ist sehr berührend. Vor allen Dingen eben auch zu erleben, dass die Heilung, egal ob du jetzt die Sprache sprichst oder nicht, trotzdem funktioniert. Das ist natürlich total spannend und sehr erhebend und wirklich lebensverändernd für die, die mitmachen und für die, die eben das große Glück haben, auch von uns zu hören und zu erfahren.

Corina Klein: Du hast ja jetzt wirklich auch ein Video mitgebracht, das hat jetzt auch, vielleicht schauen wir uns das mal an, aber vielleicht sagst du kurz davor was, das …

Annette Müller: Ja, also, wie kam das zustande? Wie kamen die Leute überhaupt dorthin? Wie haben die dorthin gefunden? Wir haben im Vorfeld in einem Hotel übernachtet, wo ein großes Frühstücksbuffet gewesen ist, und da waren Leute aus England. Und dann sind wir ins Gespräch gekommen und der eine hat da so ein bisschen drüber gelacht, was wir so machen und das nicht so ernst genommen. Da war eben eine Frau dabei, die das ernst genommen hat, die hat gesagt:“ Oh, mein Bruder, dem geht das so ganz, ganz schlecht. Ob sie dann nicht mit dem Bruder kommen kann?“ Und dann ist sie von außerhalb mit dem Bruder gekommen und wir hatten keine Ahnung.

Corina Klein: Waren das Einheimische? Die Engländer?

Annette Müller: Die haben in England gelebt.

Corina Klein: Ah, okay.

Annette Müller: Ja. Und waren auf Sri Lanka, um die Familie zu besuchen.

Corina Klein: Ah, okay.

Annette Müller: Da haben wir die jetzt beim Frühstück im Hotel kennengelernt.

Corina Klein: Alles klar!

Annette Müller: Ja. Und die, die in England gelebt haben, haben drüber gelacht.

Corina Klein: Mhm.

Annette Müller: Aber die, die sie besucht hatten, die eine Frau zum Beispiel, sie hat gesagt: „Oh, meinem Bruder geht es so schlecht. Ich würde mit meinem Bruder gerne mal kommen.“ Dann haben wir gesagt: „Ja, herzlich willkommen. Telefonnummern ausgetauscht und dann hat sie tatsächlich angerufen, ist mit ihrem Bruder gekommen. Wir hatten keine Ahnung, wie schlecht es dem Bruder ging. Und ähm, da sieht man jetzt also, ich habe jetzt diese Aufnahmen gemacht unter ganz viel Tohuwabohu. Also, ich war nur am Organisieren, links, rechts, oben und ich wusste gar nicht, wo mir der Kopf steht. Dann habe ich eben zwischendurch noch diese Aufnahmen gemacht, weil ich mir dachte: „Oh, da könnte jetzt wieder irgendwas Tolles passieren. Jetzt nimm mal das auf.“ Und Gott sei Dank habe ich das jetzt auch aufgenommen. Und da schauen wir uns jetzt mal an, was diese Heilmethode, die ich lehre, amazinGRACE, was die bewirkt.

Corina Klein: So völlig selber perplex, er hatte es gar nicht gefasst.

Annette Müller: Nicht gefasst. Er konnte es nicht fassen.

Corina Klein: Wie hatte man am Anfang seinen Zustand gesehen? Er wurde getragen. Aber was war eigentlich die Ausgangslage? Ich habe es gerade nicht gehört.

Annette Müller: Ich weiß es nicht.

Corina Klein: Er konnte keine zwei Schritte gehen.

Annette Müller: Nein, nein, weiß ich nicht.

Corina Klein: Wie lange hat die Sitzung dann gedauert?

Annette Müller: Ungefähr 40 Minuten. Zu dritt. Also. Der wäre, es wäre unmöglich gewesen, den zur Location zu tragen. Das wäre noch mal so 50, 70 Meter gewesen. Und dann haben wir einfach von unten, von der Halle eine Liege hoch in unser Empfangsbüro gestellt und haben ihm dort die Heilsession gegeben.

Corina Klein: Mhm, verfolgt ihr das da noch ein bisschen weiter? Geht nicht, ist einfach. Aber ihr kommt dann manchmal an die gleichen Orte wieder, sodass die Leute euch kennen und wissen okay, ihr seid wieder da. Und da gibt es ja auch. Wie viel da waren, wie viele waren da jetzt auf Sri Lanka?

Annette Müller: Also, wir haben also Heilsitzungen in Sri Lanka haben wir unendlich viele gegeben, also knappe 500 mit unserer, unserem Besuch bei den Veddas auch noch. Wir sind eben in diese, zu diesem Dorf gefahren, der Ureinwohner, den Veddas. Das war auch noch sehr berührend. Für uns, war ganz großes, überraschendes Abenteuer, was wir da alles erlebt haben. Also, das kann man sich vorher gar nicht ausdenken.

Annette Müller: Also, das kannst du vielleicht erzählen? Mal sagen? Wie ist es denn, wenn man so zu Ureinwohnern kommt als Weiße die Heilen? Also, das ist ja irgendwie auch so, man denkt da eigentlich eher, es wäre andersrum. Was denkt man eigentlich?

Anja Gschwendtner: Für mich war das zum ersten Mal, dass ich auf Ureinwohner getroffen bin, die wirklich teilweise nur noch Lendenschurz getragen haben. Und ja, das war ganz spannend, weil wir waren sozusagen, Annette hatte den Kontakt, wie sie auf ihrer Vorbereitungsreise war, schon hergestellt, und wir waren auf dem Weg im Bus mit allen. Und Annette fuhr voraus mit einem kleinen Auto und plötzlich kam dann der Anruf, während wir mit dem Bus noch hinterher gefahren sind im Wechsel. Der Sohn vom Häuptling ist gestorben und wir sind jetzt eingeladen, hier dem, dem Häuptlingssohn noch die letzte Ehre zu erweisen. Und dann kamen wir dahin und durften tatsächlich bei einem bereits vor drei oder vier Tagen aufgebahrten Häuptlings Sohn, den noch sehen und uns von dem verabschieden und sind also in einer Gastfreundschaft dort eingeladen worden, haben noch Tee bekommen und noch Plätzchen. Und wenn man sich das mal vorstellt, wie offen die Kultur von, von Menschen ist. Wenn, wenn jetzt bei mir, mein Vater ist vergangenes Jahr von uns gegangen, da hätte ich mir nicht vorstellen können, dass jetzt ein Bus mit wo auch immer herkommt und bei uns durch unser Wohnzimmer geht, was bei denen ja nicht mal ein Wohnzimmer war, sondern so eine offene Hütte und wildfremde Menschen dann mit, mit 35, 40 Leuten bei uns sitzen. Und da sieht man, wie offen die Kultur da einfach auch ist.

Corina Klein: Aber wie kam es dazu, dass der Häuptling angerufen hat? Also das ist ja schon …

Anja Gschwendtner: Du bist halt so vorausgefahren, kamst da an …

Annette Müller: Ich bin, ich bin vorausgefahren und es war zu diesem Zeitpunkt geplant. Und ich meine, das war natürlich nicht geplant, dass eben einer der Häuptlings Söhne stirbt. Aber die haben uns dann eben angerufen. Das und das ist eben geschehen und vorher konnten die nicht anrufen. Es ist ja so, wir haben da nur eine Person, die, die Landessprache spricht. Die haben ja auch ihre eigene Sprache. Das heißt, die Einwohner von Sri Lanka können sich mit den Ureinwohnern gar nicht verstehen und verständigen, weil die nicht die Sprache sprechen. Das heißt, wir brauchen da einen Übersetzer, der diese Ursprache auf Sri Lankisch übersetzt. Und dann wird das noch mal ins Englische übersetzt und dann ins Deutsche. Also das ist schon sehr schwierig gewesen. Also, bis die Information bei uns überhaupt angekommen ist, waren wir schon fast da. Also, wir hätten eben auf dem großen Marktplatz diese Heilung machen sollen. Ähm, hätte uns das noch in Colombo erreicht, wären wir gar nicht losgefahren. Dann hätten wir gesagt: „Ja, es tut uns leid, das und das ist passiert unser Vorhaben können wir nicht durchführen.“ Und so ist es eben so gewesen. Wir waren schon fast da und haben eben in letzter Minute diese Nachricht bekommen. Erst dachten wir, na ja, also, das wird vielleicht nicht stattfinden. Aber dann kam eben diese Einladung. Und das war wirklich sehr ergreifend. Also, es war, es war, ähm, ja, es ging total unter die Haut. Natürlich haben wir dann Heilsitzungen dort durchgeführt. Zwar nicht dort auf dem Hauptplatz, sondern in einem kleinen, kleine Nebenhütten, kleinen Neben-Lehmhütten. Da hatten wir auch, glaube ich, vier Liegen aufgebaut und dann waren erst so diese, diese Ureinwohner, die dann kamen sehr vorsichtig. Soll ich mich da jetzt drauflegen oder nicht? Und dann war einer mutig und hat sich hingelegt. Und das war doch so lustig. Er lag dann auf der Liege und dann auf einmal Klappmesser hoch, aber da war ja alles weg. Tut dem nichts mehr weh? Und dann die anderen, zack, zack, zack, sind dann auf die Liegen gesprungen. Und wir haben dann gar nicht gewusst, was tut denn da überhaupt weh? Und wo tut denn da was weh? Weil, wir konnten uns nicht verständigen, wir haben es einfach gemacht. Und dann kam der nächste hoch. Und einer war dann dabei, der hat so richtig so, er konnte nicht laufen. Er hatte irgendwas am Fuß, hat er gesagt. Der Fuß tut weh, da kann ich nicht laufen. Und dann steht er dann da, so ein Bursche, so ein Kaliber, und tritt dann so auf … bommbommbomm … sagt, das geht wieder. Und der hat dann eben eine von den Liegen hat er dann im Laufschritt zurück zum Bus gebracht, hat die auf den Kopf gelegt dann.

Corina Klein: Total schön.

Annette Müller: Also, unglaublich.

Corina Klein: Wirklich, wirklich schöne Geschichte. Wenn man jetzt wirklich als Zuschauer sagt, ich würde da mal gerne reinschnuppern oder vielleicht auch mal so eine kleine Ausbildung machen oder vielleicht die große oder wie auch immer, gibt es da Möglichkeiten, sich einfach ein bisschen zu informieren?

Annette Müller: Ja, wir haben eine schöne Webseite: HeilerohneGrenzen.de – kann man sich anschauen. Von da aus geht es auch zu den Aufzeichnungen, die wir machen. Wir haben sehr viel live gemacht. Dann kann man an einem Schnupperkurs teilnehmen. Schnupperseminar: Das ist ein Wochenende und kann eben schauen, was ist das für eine Heilmethode, was lerne ich da, welche Ausbildungsmöglichkeiten habe ich? Man hat eben sieben Module zur Auswahl, 1 bis 7 in Deutschland. Dann hat man eben diese Intensivausbildung am Lago Maggiore. Die geht über drei Wochen, insgesamt aufgeteilt auf 14 Tage und dann noch eine Woche etwas später hinten dran. Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten und dann eben auch noch die emotionale Heilmethode selbst zu lehren, die du unter anderem auch unterrichtest. Also, Anja ist auch Dozentin an der Heilerschule. Und da gibt es ganz viele verschiedene Möglichkeiten.

Anja Gschwendtner: Das sind dann intensiv, ein Intensivwochenende, also zwei Tage. Das ist einfach mal, um hineinzuschnuppern. Und es ist einfach was, was sehr sinnvoll ist. Nicht für sich, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere. Und es ist sozusagen ein kleiner Teil der Heilmethoden, die eben an der École San Esprit gelehrt werden. Das kann man eben an so einem Wochenende erfahren.

Corina Klein: Also, vielen Dank euch beiden. Schön, dass du immer wieder da bist und solche mega Projekte umsetzt auf der Welt, und ja …

Annette Müller: Danke schön.

Anja Gschwendtner: Vielen Dank.

Corina Klein: Liebe Zuschauer, ja, so inspirierend. Menschen, die so viel bewegen im Leben und auch so viel Gutes tun für andere. Ich hoffe, sie freuen sich auch immer über so besondere Gäste bei uns. Und ich bedanke mich fürs Zuschauen.