Episode #78: Die Rolle der Atlas-Repositionierung in der Heilpraxis
Intro: Die Evolution lehrt uns, dass nur der optimal Angepasste in der Natur überlebt. Doch wie angepasst müssen und dürfen wir Menschen in unserem Geist sein, damit Menschlichkeit wieder Einzug erhält in Unternehmen und in unser Verhalten? Diskutieren Sie gedanklich mit, wenn die Publizistin und Bewusstseinsrevolutionärin Annette Müller sich im philosophischen Diskurs Gedanken zur Menschlichkeit und zum Sinn des Lebens macht und Antworten auf die dringenden Fragen der Zeit gibt.
Corina Klein: Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute in unserem Gesundheitsfernsehen. Wir sprechen heute mal über vielleicht einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte in unserem Körper und das ist der Atlas. Den kann man natürlich aus verschiedensten Perspektiven betrachten. Und heute haben wir eine sehr, sehr schöne Kombination aus der Schulmedizin und mit Zusammenarbeit der geistigen Heilarbeit. Und wie wir da wirklich unglaubliche Erfolge bisher schon erzielt haben von unseren Gästen, das erfahren Sie heute in unserer Sendung. Bleiben Sie dran. Bis gleich. Hallo zusammen. Schön, dass ihr beide wieder da seid.
Annette Müller: Sehr schön, hier zu sein. Vielen Dank.
Corina Klein: Ja, ihr habt ja sowieso viele Fans. Mal davon abgesehen, ein paar haben euch ja eh schon gesehen, in den, in den Folgen. Liebe Anette, du bildest die Heiler aus und liebe Ruth, du bist Kinderärztin und auch Therapeutin und Heilerin und Dozentin an der Schule von Annette. Und ein wichtiger Baustein, sowohl bei den Therapeutenausbildungen als auch bei den Wochenendausbildungen, die über sieben Mal gehen, ist wirklich ein Schlüssel, ist der Atlas. Und da wäre es aus, ich überlege gerade, was die Schulmedizin darüber denkt. Doch wir fangen bei dir an, liebe Ruth. Was hast du denn in der schulmedizinischen Ausbildung über den Atlas gehört?
Ruth Kohl-Munthiu: Also, natürlich in der Anatomie, wo man auch alle Organe, den Bewegungsapparat usw. lernt, haben wir schon gelernt, dass das eine sehr besondere Stelle am Körper ist, weil da unser Kopf ja auch getragen wird, unsere Steuerzentrale. Und dann natürlich in Kombination mit den ganzen Krankheitsbildern. Dass wenn am Atlas was passiert oder auch sonst natürlich im Wirbelsäulenbereich, dass es zu Querschnittslähmung kommen kann usw. also jetzt anatomisch auch abgeleitet die dazugehörigen Krankheitsbilder. Was wir leider nicht gelernt haben im Studium, das habe ich mir dann später selber erarbeitet oder auch durch meine Praxistätigkeit und die Menschen, die Physiotherapeutinnen und, und Menschen, mit denen ich da zu tun hatte. Mir quasi dazu erworben, dass die, diese Thematik bei Säuglingen, wenn die schon mit einem verschobenen Atlas zur Welt kommen, je nachdem aufgrund der Geburt, oder weil sie Intra oder unterwegs schon eine Fehllage hatten, und die komplexen Störungen, die das mit sich bringt. Also, ich habe nach meiner Facharztzeit dann eine Zeit lang auch in einer sogenannten Schreiambulanz gearbeitet oder habe die mit aufgebaut mit einer Psychologin in Frankfurt, wo wir viele Schreibabys hatten und wo ich auch gesehen habe, auch da gibt es einen Zusammenhang. Ja, wenn der Körper nicht ausgerichtet ist und im Lot und in der Mitte ist, das, das natürlich Auswirkungen hat. Und hier läuft ja auch unser Nervus vagus hier hinten lang. Wenn da was blockiert ist und dieser Nerv irritiert ist, kann das Verdauungsstörungen machen usw. Also, diese berühmten Koliken bei den Babys, die haben zum Teil organische Beziehungen vom Atlas her beispielsweise. Können aber oft auch ganz andere Ursachen haben, eben psychischer Natur. Wenn Eltern Konflikte haben und, und, und. Aber da kam das Thema dann schon immer mehr rein in meinen Berufsalltag und ich kann mich erinnern, dass wir schlimmer Weise sogar im Nachtdienst einmal ein Kind, das so schief war und Fieber hatte, sogar lumbal punktiert haben, weil also um eine Meningitis auszuschließen, weil das wirklich nackensteif war. Und wenn da ein hohes Fieber dabei ist, denkt man natürlich auch an eine schwere Infektion. Wo nachher rauskam, dass es eben dieses Kiss-Syndrom hat, eine kopfgelenkinduzierte Symmetriestörung. Was nichts anderes ist als ein verschobener Atlas. Und da kam das immer mehr in mein Bewusstsein und ich habe dann, als ich die Praxis übernommen habe, wirklich bei Säuglingen sehr begonnen, darauf zu achten und habe die aber natürlich in den ersten Jahren dann auch immer zu Ärzten geschickt, die über diese zusätzliche Qualifikation verfügt haben, das manuell wieder zu richten.
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Ruth Kohl-Munthiu: Ich bin selbst dann auch mal bei einer Therapeutin gewesen, die, ja, mit viel Handanlegen und mit so einem Vibrier Gerät versucht hat, meinen Atlas da in die Form zu bringen. Das hat schon auch eine gewisse Auswirkung gehabt, aber es ist immer wieder rausgerutscht. Und ich habe da auch meine Beschwerden davon gehabt, Rückenschmerzen usw. Und jetzt, über die Ausbildung in der Ecole San Esprit, wo ich jetzt gelernt habe, wie man energetisch geistig ohne Manipulation den Atlas repositionieren kann, bin ich natürlich sehr glücklich. Und freue mich, weil das gerade auch bei den kleinen Kindern, bei den Säuglingen und so, eine wunderbare Möglichkeit ist, schon am Anfang ihres Lebens etwas in die Ordnung, in die Mitte zu bringen. Weil das ja ganz viel beeinflusst: Die Nerv, das Nervensystem, die Blutgefäße. Das heißt die Versorgung aller davon abhängigen Organe usw. Also, das eröffnet wirklich ganz, ganz neue Möglichkeiten. Wie gesagt, ich hatte einfach nur diesen Bezug zu den Kollegen, die das manuell richten konnten. Die gibt es schon auch. Teilweise sind die innerhalb der Schulmedizin auch sehr angefeindet worden, weil das irgendwie nicht in die gängige Schule passte, dass man sowas manuell repositionieren sollte oder dass das eine Auswirkung haben könnte. Und ich sehe aber, dass es eine ganz große Bedeutung hat. Weil diese Kinder, wenn man nichts macht, ja, die sind ständig mit Kompensationen beschäftigt, bis dahin, dass sie hyperaktiv werden, dauernd rumrennen, sich irgendwie versuchen diese Spannung abzureagieren usw. Also, es ist schon wichtig, sich dieses Themas anzunehmen und je früher, desto besser.
Corina Klein: Auch später. Ja, so diese Schleudertrauma- Auffahrunfälle. Auch diese ganzen Karussell Geschichten, Breakdance, wo du dir da den Kopf rumschleudert, wo die Kinder noch gar nicht die Muskulatur haben. Ähm, wo sind bei dir so die Alltagsgeschichten, die einem passieren könnte, wo du sagst okay, da lohnt es sich doch noch mal zu kontrollieren.
Annette Müller: Zum Beispiel an Türrahmen rennen, ja, wirklich. Stolpern, Husten. Nicht gut schlafen, Ängste haben, leicht reizbar sein, Kiefer verschoben.
Corina Klein: Hmm. Dieses Knirschen?
Annette Müller: Knirschen, ja auch. Aber verschobene Kiefer ganz stark. Falscher Biss, natürlich. Also, da lohnt es sich wirklich, nach dem Atlas zu gucken. Klar, Kopfschmerzen sowieso. Hirnnebel. Hirnnebel. Also, wenn man nicht klar denken kann oder nicht wach wird oder …
Corina Klein: So ein bisschen gesellschaftlich ist, ja, da können wir mal so ein bisschen ja, dann fehlen noch so ein paar Therapeuten.
Annette Müller: Ja, ja, ja.
Corina Klein: Okay.
Annette Müller: Das stimmt. Ja, oder nicht, kein gutes Gedächtnis zu haben. Also, je älter man wird, umso, umso schwerer wird das dann auch, ne. Also …
Corina Klein: Was wird schwerer?
Annette Müller: Umso schwerer wird das mit diesen ganzen Dingen danach umzugehen. Weil, die werden nicht besser, die werden schlechter.
Corina Klein: Aber therapieren kann ich immer, oder Heilen kann ich immer.
Annette Müller: Immer. Ja, therapieren kannst du immer. Je früher du das machst, umso besser. Deshalb hast du zum Beispiel gerade Kinderärzte, Hebammen, Geburtshelferinnen. Also, das ist, dass Physiotherapeuten, Physiotherapeuten auf ungefährliche, sehr sanfte Art, auf ganz energetische Art und Weise den Atlas wieder in die richtige Position bringen, auf eine ganz natürliche Art und Weise, das ist schon ganz was Besonderes. Das ist sehr besonders für das gesamte Wohlbefinden. Also, ich kann mich an meine persönliche Atlas Einrichtung erinnern, das war auch energetisch. Ich habe lange, lange danach gesucht. Ich habe sie dann in der Schweiz gefunden. Weil das ja mein Thema gewesen ist durch den Auffahrunfall, den ich eben hatte. Und als ich diese Session hatte, da habe ich gemerkt: Boah, jetzt fällt eine ganze Last von mir ab. Und ich habe wirklich viele Tränen geweint, weil ich das Gefühl hatte, jetzt wird mein Leben anders. Jetzt ist irgendwie ein, ein, ein Damoklesschwert was über mir schwebt, ist jetzt endlich weg. Also, es war wirklich, wirklich toll. Es war ein sehr befreiendes Gefühl. Und wenn wir, ich weiß jetzt nicht mehr, wie es in deiner, in deinem Modul gewesen ist, als er den Atlas dran genommen hat oder jetzt auch, wo du assistiert hast. Da passieren ganz oft ganz tief tiefe emotionale Befreiungen, dass Menschen eben weinen. Oder dann eben dieses Aufatmen erfahren oder sich ganz anders fühlen, wieder richtig laufen können, also Lebensfreude da ist. Das ist ein sehr tiefgreifendes Erlebnis für manche Menschen. Manche merken nicht so viel, aber das ist auch in Ordnung. Also, ich habe ganz viel gemerkt. Ich weiß jetzt gar nicht, wie war es denn bei dir?
Ruth Kohl-Munthiu: Bei mir war es auch so. Ich habe gelegen und in dem Moment, wo der Kopf nach vorne ging und sich einmal zur Seite bewegt und ich so ein leichtes Knacksen gespürt habe, schossen mir schon die Tränen. Und im weiteren Verlauf dieser Bewegungen, die da wieder Ordnung reingebracht haben, kamen Bilder, Erinnerungen. Mein Vater hatte einen schweren Autounfall, als ich sehr klein war. Und bei diesem Autounfall ist auch meine Großmutter ums Leben gekommen, die vorher ihren Platz getauscht hat mit einem Mitfahrer, den sie mitgenommen, also mit jemandem, der mitgefahren ist. Und da war natürlich ein Riesen Schuldthema im Raum. Und das ist noch mal hochgekommen. Wo ich dann so auch gemerkt habe, dass das auch einen Bezug zu meinem Leben hat, obwohl das, obwohl es das Thema meines Vaters war. Und ich war dann sehr dankbar dafür, dass sich das noch mal so gezeigt hat und konnte das dann auch im Weiteren für mich noch mal anschauen und ein Stück weit auflösen und dem eine andere Bedeutung geben. Also, das war auch sehr beeindruckend für mich. Und ja, auch so ein Gefühl von, dass ich alles dadurch, dass ich jetzt anders irgendwie, ich konnte auch sehen, dass meine Schultern gerade waren. Vorher war immer die linke Schulter ein bisschen höher. So ein Gefühl von, wie bei so einem Mobile. Wenn ich jetzt anders hier im Raum und in der Welt stehe, dann drehen sich auch die Dinge, mit denen ich in Resonanz bin. Also, so ein Gefühl von, wie du gesagt hast, es darf sich alles neu sortieren. Ja, und das kann immer wieder rausrutschen. Jetzt nicht lebensbedrohlich, aber so, dass man wieder asymmetrisch ist oder Beschwerden hat. Und das Schöne ist, man kann es dann immer wieder auch einrichten.
Corina Klein: Ja, vor allen Dingen, da haben wir ja die meisten Themen auch in diesem Bereich, weil es auch ein paar längere Zeit immer mit diesem Witwenbuckel beschäftigt. Und dann haben wir auch eine Sitzung gemacht, gerade mit der Freundin von mir. Und dann hat eine ganz andere Freundin, die mit Anatomie gar nichts zu tun hat, war mit mir spazieren und sagt: „Häh, was ist mit deinem Buckel passiert?“ Und ich: „Da war ich bei einer Heilerin.“ Weil das geht. Ja, es war schon auch schön zu sehen. Ja, sehr schön. Weil, natürlich beschäftigst du dich mit dem Thema. Wo kommt es her? Dann Nebenniere, Kortison und Cortisol. Und du versuchst dir natürlich immer wieder so Erklärungsmodelle zu kreieren und dann kann es auch einfach gehen.
Ruth Kohl-Munthiu: Auch da ist ein bisschen die Gefahr, so wie wir Schulmediziner uns dann auch manchmal zu sehr im Detail verlieren, dass auch bei diesen ganzen alternativen Ansätzen die Menschen dann nur noch damit beschäftigt sind. Dann gibt es diese Theorie und jene, dann kommt wieder was Neues. Und sie sind nur noch damit beschäftigt, was habe ich denn jetzt und was muss ich jetzt machen. Und irgendwann verliert man sich auch da. Und das Schöne ist eben beim Heilen, wir müssen das alles gar nicht wissen. Wenn Heilung geschieht, dann kann das auf allen Ebenen gleichzeitig passieren. Psychisch, körperlich, emotional. Ja, ich vertraue dann einfach auch darauf, dass diese Heilkraft überall dahin fließt, wo es nötig ist. Ich muss das auch nicht mit meinem Kopf verstehen. Ich darf einfach gespannt sein, was jetzt hier geschehen darf. Und das ist einfach jenseits der Worte. Ich kann es nicht anders sagen, immer wieder.
Corina Klein: Dennoch sind wir ja immer wieder auch, gerade wenn man so therapeutisch arbeitet, will man ja auch immer irgendwie so eine Story und ne Erklärung. Jetzt weiß ich natürlich bei dir, du brauchst es eben nicht. Aber warum brauchen wir das nicht mehr? Warum ist nicht manchmal. Ich habe zum Beispiel, da hatte ich über den Hallux, ja den Hallux heilen. Ist bei euch überhaupt gar kein Thema. Zack, das Ding ist wieder gerade.
Annette Müller: Ganz so zack geht es nicht, aber so ungefähr.
Corina Klein: Also, wenn er noch am Anfang ist, dann geht’s nach einer Session. Siehst du, das Ding ist wieder gerade, so. Da hatte ich wirklich eine ganz, ganz tolle Fußtherapeutin hier, die dann gesagt hat: Okay, damit der gerade bleibt, muss der Klient aber auch gelernt haben, im privaten Bereich Nein zu sagen. Und dann dachte ich mir, naja, das kann ja trotzdem stimmen. Das kann ja sein, dass ich dann bei dir eine Session mache. Das korrigiert sich. Und der Klient, aufgrund dessen, dass die Physik sich ändert, das Mentale vielleicht auch sich korrigiert. So wie es da eben auch passiert ist, fließen Tränen und der Klient auf einmal sagt: Nein, Entschuldigung, heute habe ich keine Zeit. Und er merkt das aber gar nicht. Weißt du, dass dennoch eine Geschichte sich repariert oder ein.
Annette Müller: Ja, also ich …
Corina Klein: Weiß nicht, was ich …
Annette Müller: Wenn ich es verstehe, ist das jetzt ein mechanisches Denken. Ich drehe an dem Rädchen, deshalb dreht sich das andere auch.
Corina Klein: Genau, deswegen hat es witzigerweise auch Einfluss auf die Art, wie ich das Leben betrachte. Oder dass es dennoch diese Verbindung gibt.
Annette Müller: Ja, ja. Da müssen wir uns dann mal überlegen: Warum schaffen wir das überhaupt mit nichts? Sozusagen, diesen Hallux wieder oder den Fuß wieder gerade zu machen? Wir machen den Fuß nicht gerade. Der Fuß wird gerade. Warum wird der Fuß gerade? Weil der Mensch anders wird.
Corina Klein: Hm, hm.
Annette Müller: Ja, das ist der Grund.
Corina Klein: Weil der Mensch anders wird.
Annette Müller: Ja, der Mensch ist ein anderer. Und deshalb hat er einen anderen Körper. Der Mensch ist ein anderer. Deshalb hat er einen anderen Körper. Wir arbeiten natürlich, wir arbeiten am Körper, wir legen die Hände auf. Aber es ist unmöglich, mit man, mit manueller Therapie dieses Ding zurückzudrehen.
Corina Klein: Das habe ich ja auch, ja.
Annette Müller: Aber, und warum geht es dann, wenn wir das machen? Weil wir auf das ganze Wesen, ich habe ja schon mal einen, ich glaube, das war mit dir zusammen über die ganzen Koshas gesprochen, über diese Schichten, aus denen sich der Mensch zusammensetzt. Das sehen wir ja auch, diese tiefen, tiefen Schichten. Und wir arbeiten ja mit diesem Ganzen. Also, wir sind ja, wir Menschen sind ein Gewebe. Wir bestehen nicht nur aus Körper, aus Blut, aus Knochen. Wir sind keine Mechanik in dem Sinne. Natürlich, man kann schon auch irgendwelche Organe austauschen oder Körperteile austauschen. Das geht schon. Aber dann, wenn der Mensch jetzt zum Beispiel tot ist, das heißt nicht mehr atmet, dann nutzt diese ganze Reparatur nichts. Ja, und wenn der Mensch dann repariert ist und atmet und dann trotzdem irgendwie eine emotionale Störung hat, dann hat das auch nichts geholfen, weil der Mensch auch nicht wirklich gesund und bei sich selbst ist. Weil, die ganzen emotionalen Störungen führen dann wieder dazu, dass auch seine Gesundheit ins Ungleichgewicht kommt. Also, ich meine damit die körperliche Gesundheit. Und dann gehst du eben noch nach der Intelligenz. Die Intelligenz darfst du auch nicht vergessen. Ja, wenn der Mensch nicht ganz intelligent ist, dann ist er vielleicht instinktgesteuert und tut dann auch wieder etwas, was ihn komplett ungesund macht bzw. was gar nicht erlaubt gesund zu werden. Und dann sind wir eben noch mit diesem eigentlichen Kern in Verbindung, mit diesem großartigen Human, also was wir Menschen wirklich sind, dieses göttliche Wesen. Was genauso wunderbar ist wie diese bewundernswerte Natur mit ihren ganzen Bergen und den Seen und den Höhen und den Tiefen, dem schönen Himmel, den ganzen Schätzen, die sich in der Erde verbergen, mit den Tieren, die hier leben, also mit allem. Das ist alles so wunderbar und so unglaublich schön und bewundernswert. Und wir heilen das Ganze zusammen. Das heißt, der Mensch in dieser Ganzheit ist ein anderer und deshalb ist der Körper anders. Wir heilen zuerst dieses Ganze, weil, andersrum geht es nicht.
Ruth Kohl-Munthiu: Auch hier ist wieder „mind over matter“ – „Geist über Materie“. Zuerst ist der Geist. Ich sage auch immer so schön, wenn ein Tischler einen Stuhl bauen will, dann hat er doch erst die Idee. Er hat in seinem Geist dieses Bild, die Ästhetik, die Farbe von diesem Stuhl, das Material vielleicht auch schon, aber es ist geistig da. Und dann fängt er an. Macht vielleicht die Zeichnung und sucht dann das Material und baut diesen Stuhl. Aber ohne die Idee passiert auch nichts auf der materiellen Ebene. Zuerst ist immer das Geistige. Das ist ganz wichtig. Wenn man das verstanden hat, dann kann man sich eigentlich schon ganz gut herleiten, warum geistig energetisches Heilen funktioniert.
Annette Müller: Und eben eins der Schaltstellen ist der Atlas und der Atlas ist wirklich dieser Schlüssel zwischen dem Gehirn und dem Körper. Ja, mit dieser ganzen Funktion. Das ist, das ist ein Nadelöhr. Das ist eigentlich …
Corina Klein: Ja, mir kommt witzigerweise, ich weiß nicht warum, entweder, weil wir davon gesprochen haben, dieses Thema Verjüngung dennoch immer wieder in den Kopf. Ob nicht der Atlas damit auch zu tun hat, dass wir in der Lage sind, durch die Heilarbeit, durch das geistige Heilen. Ich sehe Therapeuten von dir. Ich weiß nicht, vielleicht ist dir das, du hast jetzt sieben Wochenenden gemacht, das ging ja jetzt über ein Jahr.
Ruth Kohl-Munthiu: Also anderthalb.
Corina Klein: Jahre. Anderthalb Jahre.
Ruth Kohl-Munthiu: Ungefähr. Ja, genau.
Corina Klein: Konntest du auch verjüngende Prozesse oder auch Ausstrahlung erkennen?
Ruth Kohl-Munthiu: Bei den anderen in der Ausbildung durchaus.
Corina Klein: Dass sich das Ganze, Aura, die, das Charisma, das Erscheinungsbild verändert hat?
Ruth Kohl-Munthiu: Durchaus. Sowohl bei den anderen als auch bei mir selber. Und das ist eben das, das Geheimnis oder das Mysterium auch oder vielleicht das, was wir uns erklären können, ist, wenn wir ein anderes Weltbild kriegen. Wenn hier oben sich was verändert, wenn wir mehr Möglichkeiten sehen und unsere, unseren Fokus, unsere Aufmerksamkeit, mehr auf das was geht, richten, dann passieren auch andere Dinge in unserem Körper. Ja, und, und bei anderen Menschen auch. Also, wir haben ja mit unseren Gedanken immer einen Einfluss auf unser Umfeld auch und man weiß das eigentlich auch schon seit vielen Jahren aus der Entwicklungspsychologie bei Kindern. Das Konzept der Mentalisierung ist so schön beschrieben und ist so wichtig. Eine Mutter und ihr Kind befinden sich in einem Potential Space. Ja, hat Winnicott gesagt, ein Kinderarzt und Entwicklungspsychologe. Und in diesem Potential Space wird so viel entschieden. Also in diesem Potenzialraum schaue ich auf mein Kind mit staunenden, freudvollen, dankbaren Augen. Wow, was für ein wundervolles Wesen ist jetzt da? Was wird das alles entfalten in seinem Leben? Was macht dieses kleine Wesen gerade? Oder bin ich voller Panik: Oh Gott, es könnte das passieren. Jetzt muss ich aufpassen, dass es nicht hinfällt. Jetzt muss ich ihm das abnehmen. Ich will mich da gar nicht frei von machen. Ich habe als Mutter auch viel Stuss gemacht. Ja, natürlich. Aber wenn wir uns mal klar machen, wir haben mit dem, was wir denken, wie wir auch unsere Kinder denken und mental, was wir in sie hineinlegen und nicht das hat so einen Einfluss darauf, wie sie sich entwickeln. Weil, sie werden sich immer innerhalb dieser Grenzen entwickeln. Sie kooperieren da unbewusst mit uns. Und deswegen ist auch da so wichtig, auch allen Eltern das zu sagen, nutzt diesen Potenzial Raum weise und aus dem Herzen und freut euch mit euren Kindern und seht ihr Potenzial und nicht immer die Begrenzungen.
Corina Klein: Und dennoch, der Schlüssel, auch überhaupt erstmal das eigene Potenzial zu erkennen. Man merkt ja selber, wie wir geprägt worden sind, sowieso durch die Leistungsgeneration. Ich glaube, wir sind da sowieso auch mit diesem: Du musst was sein und nicht schwach sein. Und hier Karriere und Ding und Dong. Und jetzt kriegen wir witzigerweise die Kinder präsentiert, die sagen: Nö! Und dann auch zu erkennen okay, was leben wir eigentlich und wie kommen wir überhaupt aus unserer Gedankenspirale raus? Aber da jetzt auch die Frage an dich, Annette, da passieren ja doch ganz viele rational erklärbare Modellmuster wieder. Inwieweit spielen die da überhaupt noch eine Rolle? Weil, weißt du, was ich meine? Wir, wir sind ja auch trotzdem im therapeutischen Bereich immer in diesen Erklärversuchen. Das Kind hat gewisse Prägungen bekommen, Gedankenmodelle, Muster, vielleicht daraus auch Tics entwickelt oder Zwangsverhalten. Aber in der Heilarbeit arbeiten wir ja auf einer ganz anderen Ebene, wo das überhaupt gar keine Rolle spielt. Wo wir sagen, muss ich dann überhaupt als Mutter noch auf diesen Raum achten oder gibt es da einfach noch mal eine ganz andere Arbeit, die den Raum reinigt, ohne dass sie überhaupt checkt, was da eigentlich passiert? Das ist ja gerade in dem Bereich, wo wir die ganze Zeit sprechen. Wir versuchen ja immer wieder zu schwanken zwischen Erklärungen, ja und Heilung.
Annette Müller: Ich kann jetzt deinen Fragen vielleicht doch nicht ganz folgen, dennoch glaube ich eine Antwort darauf geben zu können. Dass es hier jetzt nicht darum geht, diese Dinge zu verstehen oder nicht zu verstehen, sondern es geht einfach darum, diesen Raum zu öffnen. Das heißt, wir öffnen den ja, indem wir auch diesen Raum gar nicht sehen und in dem wir diese Problematiken nicht anschauen, sind wir ja sozusagen offen für alles, was sich dort entfalten kann. Weil, es entfalten sich ja Dinge, die völlig außerhalb unseres Vorstellungsvermögens sind. Wir können uns nicht vorstellen, es ist unmöglich, wie diese Welt in 50 Jahren aussehen wird. Das heißt, wir können uns auch nicht vorstellen, wie unsere Kinder sich in 30 Jahren entwickeln werden oder deren Kinder. Das können wir uns nicht vorstellen, weil wir dazu einfach das Wissen auch nicht haben und die Erfahrung nicht haben. Die Phantasie reicht dazu nicht aus. Und deshalb ist es sehr gut, wenn wir uns diesen Dingen auch nicht mit unseren Vorstellungen in den Weg stellen. Weil, wir haben ja ganz viele Muster, die wir in der Zukunft sehen möchten, weil wir überhaupt nicht in der Lage sind, uns andere Muster auszudenken oder andere Möglichkeiten auszudenken.
Ruth Kohl-Munthiu: Ja, also warum ich das Beispiel gebracht habe, war ja, um zu betonen, dass es einen Potenzialraum gibt und dass wir diesen Raum nutzen sollten. Also, so was zu verstehen kann ja helfen, eine Ableitung draus zu ziehen. Wie will ich dieses Wissen oder diese Erkenntnis jetzt nutzen? Wie kann ich es einbetten in das, was hier im Heilerbereich geschieht? Und darum geht es, glaube ich. Und jetzt, im Hinblick auf die Zukunft, Nein, wir können das nicht wissen. Dennoch kann ich meinen Geist dazu benutzen, mir vorzustellen, dass wir in 30 Jahren eine Welt haben, wo diese Art des Heilens viel selbstverständlicher sein wird, wo viel mehr Menschen gar nicht erst so schwer krank werden, weil sie von Anfang an ganz anders in ihrem Potenzialraum sich entfalten dürfen. Und das ist eine schöne Zukunftsvision. Wie es dann am Ende sein wird, ist die Frage. Aber das kann ich, glaube ich, heute schon beeinflussen, dass ich mir eine Welt vorstelle, in der mehr Liebe, mehr Frieden, mehr Harmonie und Ganzheit sein wird, als es heute und hier und jetzt der Fall ist. Weil ich damit ja auch eine gewisse Energieausrichtung praktiziere oder in Gang setze.
Annette Müller: Und um jetzt wieder den Bogen zu schlagen zu dem Säugling. Ja, wenn der jetzt sozusagen dann eben von den Ärzten, von den Kinderärzten zum Beispiel gleich mit einem guten Atlas ausgestattet wird, in dem jetzt sich der Arzt dann um den Atlas kümmert. Erstens wissen, wie wichtig das ist, zweitens wissen, wie man ihn, ohne dem Kind zu schaden, energetisch repositionieren kann. Dann hast du ja eben einen viel größeren Potenzialraum automatisch schon als Fundament geschaffen.
Ruth Kohl-Munthiu: Absolut.
Corina Klein: Ja, sehr schön, eure Arbeit. Ich freue mich immer, wenn ihr da seid. Und ja, es gehört eigentlich in jedes Geburtsritual mit rein.
Annette Müller: Geburtskliniken, Geburtshäuser. Also, das wäre schon, das wäre schon ein Segen. Es wäre ein ganz, ganz großer Segen für jedes Neugeborene.
Corina Klein: Ja, und es steht ja auch keiner Hebamme im Weg, da wirklich …
Annette Müller: Überhaupt nicht.
Corina Klein: … genau das zu machen. Die müssen eh neue Wege finden, diese Geburten begleiten zu dürfen. Gefunden werden und da darf man sowieso auch wieder kreativ werden.
Ruth Kohl-Munthiu: Es gibt noch viel zu tun.
Corina Klein: Ja, ja, schön, vielen, vielen Dank, dass ihr da wart. Und ich freue mich immer wieder, wenn ihr kommt. Ja, und dann bis zum nächsten Mal, würde ich sagen.
Annette Müller: Vielen Dank. Danke.
Ruth Kohl-Munthiu: Danke.
Corina Klein: Liebe Zuschauer. Ja, wunderbar zu sehen, wie doch so ein kleine, eine kleine Stelle am Körper doch so Großes bewirken kann. Und dass wir natürlich auch Gäste haben, die uns auf dem Weg der Atlaskorrektur immer wieder helfen können. Und freue mich, dass sie zugeschaut haben. Vielen Dank dafür.



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